Rechtssatz RS0109931
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0109931
Entscheidungsdatum
12.03.2026
Rechtssatz
Der vor der Schlichtungsstelle vorgebrachte anspruchsbegründende Sachverhalt darf vor Gericht nicht erweitert werden.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 28/98y
Entscheidungstext OGH 21.04.1998 5 Ob 28/98y
- 5 Ob 124/07g
Entscheidungstext OGH 20.11.2007 5 Ob 124/07g
Beisatz: Für die Identität der „Sache" kommt es entscheidend darauf an, dass vor Gericht derselbe Anspruch wie vor der Schlichtungsstelle geltend gemacht wird wobei der herrschende zweigliedrige Streitgegenstandsbegriff heranzuziehen ist. (T1) Beisatz: Hier: Abweichen der im Antrag vor der Schlichtungsstelle vorgebrachten anspruchsbegründenden Tatsachen von jenen im gerichtlichen Verfahren soweit, dass nicht mehr von derselben „Sache" gesprochen werden kann. (T2)
- 5 Ob 145/08x
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 145/08x
Beis wie T1; Beisatz: Nicht nur die Änderung des Begehrens selbst, sondern auch eine Erweiterung des vor der Schlichtungsstelle vorgebrachten anspruchsbegründenden Sachverhalts vor Gericht ist damit unzulässig. (T3)
- 5 Ob 187/10a
Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 187/10a
Vgl; Beis wie T1; Bem: Hier: Keine durch den Obersten Gerichtshof korrekturbedürftige Fehlbeurteilung im Zusammenhang mit der Qualifizierung einer Antragsmodifizierung als zulässige Präzisierung und nicht als aliud. (T4)
- 5 Ob 210/11k
Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 210/11k
Beisatz: Der vor der Schlichtungsstelle vorgebrachte anspruchsbegründende Sachverhalt darf vor Gericht nicht erweitert oder hinsichtlich der anspruchsbegründenden Tatsachen verändert werden. (T5)
- 5 Ob 189/12y
Entscheidungstext OGH 17.12.2012 5 Ob 189/12y
- 5 Ob 226/13s
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 226/13s
Auch; Beisatz: Die Ausdehnung des Überprüfungsantrags auf weitere Zinsperioden vor Gericht scheitert an der fehlenden Befassung durch die Schlichtungsstelle. (T6)
- 5 Ob 115/14v
Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 115/14v
Auch; Beisatz: Hier: Begehren der Antragsteller ausschließlich nach den § 15 Abs 4, § 37 Abs 1 Z 8a MRG, weshalb eine für die Überprüfung der Zulässigkeit des Hauptmietzinses nach der Aufspaltung des Pauschalmietzinses notwendige eigene Antragstellung nach § 37 Abs 1 Z 8 MRG fehlt. (T7)
Beisatz: Die Gesetzmäßigkeit des Hauptmietzinses ist nicht Vorfrage für die Aufspaltung des Pauschalmietzinses, vielmehr ist umgekehrt die Aufspaltung Voraussetzung für die Überprüfung. (T8)
- 5 Ob 57/14i
Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 57/14i
Beis wie T1
- 5 Ob 103/14d
Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 103/14d
Vgl auch; Beis wie T1
- 5 Ob 64/14v
Entscheidungstext OGH 16.12.2014 5 Ob 64/14v
Auch; Veröff: SZ 2014/129
- 5 Ob 232/16b
Entscheidungstext OGH 23.05.2017 5 Ob 232/16b
- 5 Ob 153/17m
Entscheidungstext OGH 29.08.2017 5 Ob 153/17m
Beis wie T1
- 5 Ob 139/18d
Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 139/18d
Vgl auch
- 5 Ob 176/19x
Entscheidungstext OGH 18.12.2019 5 Ob 176/19x
- 5 Ob 94/23v
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.02.2024 5 Ob 94/23v
Beisatz wie T1; Beisatz wie T3; Beisatz wie T5
- 5 Ob 134/24b
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 14.11.2024 5 Ob 134/24b
vgl
- 5 Ob 166/25k
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 12.03.2026 5 Ob 166/25k
vgl; Beisatz: Der vor der Schlichtungsstelle vorgebrachte anspruchsbegründende Sachverhalt darf vor Gericht nicht erweitert und das Begehren nicht geändert werden. (T9)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109931
Zuletzt aktualisiert am
10.04.2026
Dokumentnummer
JJR_19980421_OGH0002_0050OB00028_98Y0000_001