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Rechtssatz RS0110442

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110442

Entscheidungsdatum

29.01.2008

Rechtssatz

1) Akte, die die Gesetzgebung vorbereiten (hier: Ausarbeitung von Regierungsvorlagen durch ein Bundesministerium), unterliegen den Bestimmungen des Amtshaftungsrechts.

2) Aufgrund einer Entscheidung des EGMR, mit welcher eine Konventionsverletzung festgestellt wurde, ist der Gesetzgeber verpflichtet, mit gebotener Eile ein Gesetz zu ändern beziehungsweise neue Bestimmungen zu schaffen, um die Konventionswidrigkeit zu korrigieren.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 116/97h
    Entscheidungstext OGH 30.06.1998 1 Ob 116/97h
  • 1 Ob 231/03g
    Entscheidungstext OGH 12.08.2004 1 Ob 231/03g
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Auch die vorbereitende legistische Tätigkeit durch Verwaltungsorgane ist der Gesetzgebung zuzurechnen, sodass weder für Unterlassungen noch für das Verfassen von Gesetzesvorlagen, selbst wenn diese unverändert in ein in der Folge als verfassungswidrig aufgehobenes Gesetz übernommen wurden, nach dem AHG gehaftet wird (Abgehen von 1 Ob 116/97h). (T1); Veröff: SZ 2004/118
  • 1 Ob 228/07x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 228/07x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verfassung eines (angeblich) gemeinschaftsrechtswidrigen Gesetzesentwurfs, der nie Gesetz wurde, durch Bundesminister - Zuordnung offen gelassen. (T2); Veröff: SZ 2008/16

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110442

Im RIS seit

30.07.1998

Zuletzt aktualisiert am

10.11.2011

Dokumentnummer

JJR_19980630_OGH0002_0010OB00116_97H0000_001