Rechtssatz RS0110666
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0110666
Entscheidungsdatum
10.12.2008
Rechtssatz
Eine Verletzung der Anwaltspflicht - also ein Verstoß gegen eine vorgeschriebene gewillkürte Vertretung - bedeutet keinen Verstoß gegen die gesetzliche Vertretung. In einem solchen Fall ist aber auch die Partei nicht "gar nicht vertreten".
Entscheidungstexte
- 4 Ob 157/98m
Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 157/98m
- 1 Ob 291/99x
Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 291/99x
- 5 Ob 93/01i
Entscheidungstext OGH 24.04.2001 5 Ob 93/01i
Vgl auch; Beisatz: Die Verletzung der Anwaltspflicht durch die Parteien hat nicht die Nichtigkeit des Verfahrens zur Folge, sondern bewirkt bei schriftlichen Prozesshandlungen deren Zurückstellung zur Verbesserung (bei fristgebundenen Prozesshandlungen die Setzung einer Verbesserungsfrist: § 85 ZPO), bei Tagsatzung zufolge § 133 Abs 3 ZPO die Säumnis der gegen die Anwaltspflicht verstoßenden Partei. (T1)
- 8 Ob 276/01y
Entscheidungstext OGH 29.11.2001 8 Ob 276/01y
Beisatz: Hier: Vertretung durch Rechtsanwaltsanwärter mit "kleiner Legitimationsurkunde" im Gerichtshofverfahren. (T2)
- 7 Ob 233/08b
Entscheidungstext OGH 10.12.2008 7 Ob 233/08b
Auch; Veröff: SZ 2008/178
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110666
Zuletzt aktualisiert am
24.01.2013
Dokumentnummer
JJR_19980812_OGH0002_0040OB00157_98M0000_001