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Rechtssatz RS0110803×

Rechtssatz RS0110803

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0110803

Entscheidungsdatum

25.03.2025

Rechtssatz

Eine Schmerzengeldkürzung infolge Verletzung der Sturzhelmpflicht kommt nur bezüglich der vermeidbaren Verletzungen in Betracht. Es ist eine Schmerzengelddifferenzrechnung anzustellen, in der konkrete und fiktive Unfallfolgen einander gegenüberzustellen sind. Es ist das Schmerzengeld für die konkreten Folgen zu berechnen und jenes für die fiktiven Unfallfolgen. Vom höheren Schmerzengeld für die konkreten Folgen (Gesamtschmerzengeld) ist das niedrigere Schmerzengeld für die fiktiven Unfallfolgen abzuziehen. Die Differenz ergibt das Schmerzengeld für die vermeidbaren Verletzungen, welche der Kürzung unterliegt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 246/98k
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 2 Ob 246/98k
  • 2 Ob 190/07s
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 190/07s
    Veröff: SZ 2007/178
  • 2 Ob 99/14v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 2 Ob 99/14v
    Auch; Beisatz: Hier Helmmitverschulden des verunfallten „sportlich ambitionierten“ Radfahrers. (T1)
  • 2 Ob 119/15m
    Entscheidungstext OGH 12.10.2015 2 Ob 119/15m
    Auch; Beisatz: Hier: „Motorradschutzbekleidungsmitverschulden“. (T2); Veröff: SZ 2015/110
  • 2 Ob 15/25g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.03.2025 2 Ob 15/25g
    vgl; Beisatz: Hier: Nichttragen eines Fahrradhelms beim E-Bike-Fahren. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110803

Im RIS seit

24.10.1998

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2025

Dokumentnummer

JJR_19980924_OGH0002_0020OB00246_98K0000_001