Rechtssatz RS0112083
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0112083
Entscheidungsdatum
21.09.2017
Rechtssatz
Die Wirkungen der materiellen Rechtskraft erfassen nach ihren subjektiven Grenzen jedenfalls die Prozessparteien, und zwar auch dann, wenn sie im Folgeprozess anderen Personen - nicht den Prozessgegnern des Vorverfahrens - gegenüberstehen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 330/98f
Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 330/98f
Veröff: SZ 72/89
- 1 Ob 67/00k
Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 67/00k
Auch; Beisatz: Personen, die von der materiellen Rechtskraft einer Entscheidung nicht erfasst werden, sind aus rein prozessualen Gründen nicht daran gehindert, in einem Folgeprozess Behauptungen aufzustellen, selbst wenn diese mit der Entscheidung des Vorverfahrens in unlösbarem Widerspruch stünden. (T1)
- 2 Ob 213/08z
Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 213/08z
Gegenteilig
- 6 Ob 228/15w
Entscheidungstext OGH 14.01.2016 6 Ob 228/15w
Gegenteilig; Beisatz: Voraussetzung für eine Bindungswirkung ist das Vorliegen von Parteienidentität. (T2)
- 7 Ob 216/16i
Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 216/16i
Gegenteilig; Beis wie T1; Beis wie T2
- 7 Ob 127/17b
Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 127/17b
Gegenteilig; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112083
Zuletzt aktualisiert am
11.10.2017
Dokumentnummer
JJR_19990525_OGH0002_0010OB00330_98F0000_001