Rechtssatz RS0112376
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0112376
Entscheidungsdatum
23.10.2020
Rechtssatz
Der in der Verhinderung von Spekulationskäufen bestehende Normzweck dieser Bestimmung trifft dann nicht zu, wenn der Vermieter vor der Begründung des Wohnungseigentums am Bestandobjekt Mehrheitseigentümer der Liegenschaft (hier eines Stockwerkseigentums) war und bereits als solcher zur Aufkündigung wegen Eigenbedarfs berechtigt gewesen wäre.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 202/99s
Entscheidungstext OGH 26.08.1999 2 Ob 202/99s
- 8 Ob 207/02b
Entscheidungstext OGH 17.10.2002 8 Ob 207/02b
Vgl; Beisatz: Anders, wenn vor der Begründung des Wohnungseigentums lediglich Hälfteeigentum bestand, weil es dem Hälfteeigentümer grundsätzlich an der Aktivlegitimation zur Aufkündigung mangelt. (T1)
- 2 Ob 90/02b
Entscheidungstext OGH 21.05.2003 2 Ob 90/02b
- 4 Ob 54/07f
Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 54/07f
Auch; Beisatz: Hier war nur für einen Hälfteeigentümer die Sperrfrist abgelaufen, dieser konnte (mit Zustimmung des anderen Hälfteeigentümers) kündigen. Der Sachverhalt wurde als nicht mit T1 vergleichbar angesehen. (T2); Veröff: SZ 2007/79
- 8 Ob 75/20t
Entscheidungstext OGH 23.10.2020 8 Ob 75/20t
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112376
Zuletzt aktualisiert am
19.01.2021
Dokumentnummer
JJR_19990826_OGH0002_0020OB00202_99S0000_001