Rechtssatz RS0113443
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0113443
Entscheidungsdatum
07.04.2026
Rechtssatz
Die actio pro socio findet auch für Sozialansprüche einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts Anwendung. Ein Gesellschafter der Gesellschaft bürgerlichen Rechts kann Ansprüche der Gesellschaft gegen einen einzelnen Gesellschafter mit actio pro socio im eigenen Namen geltend machen und - mangels eigener Rechtspersönlichkeit der GesbR - Leistung an alle Gesellschafter verlangen.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 58/00y
Entscheidungstext OGH 13.04.2000 6 Ob 58/00y
- 6 Ob 251/99a
Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 251/99a
Vgl
- 4 Ob 18/13w
Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 18/13w
Vgl aber; Beisatz: Anderes gilt für das Vereinsrecht. Das Rechtsschutzsystem des Vereinsrechts steht einer analogen Anwendung der actio pro socio entgegen. (T1)
- 6 Ob 61/16p
Entscheidungstext OGH 26.04.2016 6 Ob 61/16p
Auch; Beisatz: Dafür, dass die actio pro socio nur dann zulässig wäre, wenn ein gemeinsamer Verwalter/Vertreter nicht tätig wurde oder es aus sonst vom Kläger darzulegenden Gründen notwendig ist, finden sich keine überzeugenden Anhaltspunkte. (T2)
Bemerkung: Zur Rechtslage vor Inkrafttreten des GesbR-Reformgesetzes BGBl I 2014/83. (T3)
- 6 Ob 45/18p
Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 45/18p
Beisatz: Hier: Ansprüche gegen einzelne Gesellschafter auf die Erfüllung von Beitragsleistungen. (T4)
- 18 ONc 2/26b
Entscheidungstext OGH 07.04.2026 18 ONc 2/26b
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113443
Zuletzt aktualisiert am
13.05.2026
Dokumentnummer
JJR_20000413_OGH0002_0060OB00058_00Y0000_001