Rechtssatz RS0114336
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0114336
Entscheidungsdatum
28.08.2018
Norm
ZPO §411 Aa
WG Art17 A
Rechtssatz
Stehen sich im Wechselmandatsverfahren Gläubiger und Schuldner des Grundgeschäftes gegenüber, kann der Wechselschuldner auch Einwendungen aus dem Grundgeschäft erheben. Unterlässt er dies, ist es dem im Wechselverfahren rechtskräftig unterlegenen Schuldner verwehrt, nunmehr als Kläger in einem neuen Prozess unter Berufung auf die im Vorprozess nicht erhobenen Einwendungen, die Rückerstattung des rechtskräftig zuerkannten Betrages zu fordern (ausdrückliche Ablehnung der vereinzelt gebliebenen Entscheidung 2 Ob 600/87).
Entscheidungstexte
- 8 Ob 213/99b
Entscheidungstext OGH 23.11.2000 8 Ob 213/99b
Veröff: SZ 73/184
- 8 Ob 101/13f
Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 101/13f
Vgl; Beisatz: Da sich im Wechselmandatsverfahren Gläubiger und Schuldner des (behaupteten) Grundgeschäfts gegenüberstehen, kann den Einwänden aus dem Grundgeschäft die Relevanz nicht abgesprochen werden. (T1)
- 3 Ob 46/16k
Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 46/16k
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2016/49
- 8 Ob 147/17a
Entscheidungstext OGH 28.08.2018 8 Ob 147/17a
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2018/63
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114336
Zuletzt aktualisiert am
05.06.2020
Dokumentnummer
JJR_20001123_OGH0002_0080OB00213_99B0000_001