Rechtssatz RS0115122
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0115122
Geschäftszahl
11Os53/01; 12Os1/05x; 13Os63/05x (13Os64/05v)
Entscheidungsdatum
31.08.2005
Rechtssatz
Ein Medieninhaltsdelikt stellt keinen eigenen Deliktstatbestand dar; die Begehung einer gerichtlich strafbaren Handlung durch den Inhalt eines Mediums ist vorsatzunabhängig, weil damit nicht die Handlung des Täters, sondern nur der mediale Multiplikationseffekt umschrieben wird.
Entscheidungstexte
- 11 Os 53/01
Entscheidungstext OGH 08.05.2001 11 Os 53/01
- 12 Os 1/05x
Entscheidungstext OGH 17.02.2005 12 Os 1/05x
- 13 Os 63/05x
Entscheidungstext OGH 31.08.2005 13 Os 63/05x
Gegenteilig; Beisatz: Zum Begriff des Medieninhaltsdeliktes zählt auch die Verwirklichung des subjektiven Tatbestandes. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115122
Zuletzt aktualisiert am
02.02.2016
Dokumentnummer
JJR_20010508_OGH0002_0110OS00053_0100000_001