Rechtssatz RS0115775
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0115775
Entscheidungsdatum
11.11.2025
Rechtssatz
Bei Liegenschaftsschenkungen unter Ehegatten bleibt im Allgemeinen der Wert der Liegenschaft bei der Ermittlung des dem Geschenkgeber aufzuerlegenden Ausgleichsbetrags weitestgehend außer Ansatz. Steht aber eine beiden Ehegatten zu Wohnzwecken dienende Liegenschaft auf Grund einer Schenkung während aufrechter Ehe im Miteigentum der Ehegatten, kann im Rahmen des Aufteilungsverfahrens nach §§ 81 ff EheG eine Wertsteigerung der gemeinsamen Liegenschaft zwischen Schenkung und Bewertungsstichtag (Zeitpunkt der Entscheidung erster Instanz) nicht unberücksichtigt bleiben.Bei Liegenschaftsschenkungen unter Ehegatten bleibt im Allgemeinen der Wert der Liegenschaft bei der Ermittlung des dem Geschenkgeber aufzuerlegenden Ausgleichsbetrags weitestgehend außer Ansatz. Steht aber eine beiden Ehegatten zu Wohnzwecken dienende Liegenschaft auf Grund einer Schenkung während aufrechter Ehe im Miteigentum der Ehegatten, kann im Rahmen des Aufteilungsverfahrens nach Paragraphen 81, ff EheG eine Wertsteigerung der gemeinsamen Liegenschaft zwischen Schenkung und Bewertungsstichtag (Zeitpunkt der Entscheidung erster Instanz) nicht unberücksichtigt bleiben.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 208/01v
Entscheidungstext OGH 25.09.2001 4 Ob 208/01v
- 6 Ob 245/01z
Entscheidungstext OGH 20.06.2002 6 Ob 245/01z
- 8 Ob 105/06h
Entscheidungstext OGH 23.11.2006 8 Ob 105/06h
nur: Bei Liegenschaftsschenkungen unter Ehegatten bleibt im Allgemeinen der Wert der Liegenschaft bei der Ermittlung des dem Geschenkgeber aufzuerlegenden Ausgleichsbetrags weitestgehend außer Ansatz. (T1)
- 7 Ob 74/09x
Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 74/09x
Vgl
- 8 Ob 61/10v
Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 61/10v
Vgl auch; nur T1
- 2 Ob 25/10f
Entscheidungstext OGH 22.12.2010 2 Ob 25/10f
Auch; Beisatz: Dies führt in der Regel dazu, dass dem seinerzeit beschenkten Ehegatten für die Rückübertragung des geschenkten Anteils kein wertmäßiger Ausgleich zugebilligt wird. Auf Arbeitsleistungen oder Investitionen der Ehegatten beruhende Wertsteigerungen können angemessen berücksichtigt werden. (T2)
Veröff: SZ 2010/164
- 9 Ob 49/10m
Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 49/10m
- 1 Ob 26/16d
Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 26/16d
Vgl auch; Beis wie T2
- 1 Ob 208/19y
Entscheidungstext OGH 26.03.2020 1 Ob 208/19y
vgl
Anm: Veröff: SZ 2020/22
- 1 Ob 86/20h
Entscheidungstext OGH 25.05.2020 1 Ob 86/20h
nur T1; Beis wie T2
- 1 Ob 6/21w
Entscheidungstext OGH 23.03.2021 1 Ob 6/21w
Vgl; Beis wie T2
- 1 Ob 139/22f
Entscheidungstext OGH 14.09.2022 1 Ob 139/22f
Beis nur wie T2; Beisatz: Hier: Voreheliche Schenkung eines Miteigentumsanteils am Haus unter der Bedingung der Eheschließung. (T3)
- 1 Ob 36/24m
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.06.2024 1 Ob 36/24m
Beisatz wie T2
- 1 Ob 88/24h
Entscheidungstext OGH Zurückweisung aus anderen Gründen 25.06.2024 1 Ob 88/24h
Beisatz wie T2
- 1 Ob 72/24f
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2024 1 Ob 72/24f
- 1 Ob 132/25f
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 11.11.2025 1 Ob 132/25f
Beisatz wie T2
Beisatz: hier: keine Berücksichtigung der Bodenwertsteigerung (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115775
Zuletzt aktualisiert am
05.02.2026
Dokumentnummer
JJR_20010925_OGH0002_0040OB00208_01V0000_001