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Rechtssatz RS0116824

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0116824

Entscheidungsdatum

07.11.2019

Rechtssatz

Die Rückzahlung eines eigenkapitalersetzenden Darlehens an den Gesellschafter hat eine Verringerung des Haftungsfonds der Gläubiger zur Folge, weil solcherart das zur Verfügung stehende Vermögen der Gesellschaft reduziert wird, ohne dass damit - bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise - eine im Zeitpunkt der Kridasituation zu Recht bestehende Forderung beglichen wird. Der Vermögensstatus wird daher zu Lasten der Gläubiger der Gesellschaft wirklich verringert. Ein diese Transaktion vorsätzlich bewirkender Geschäftsführer einer GmbH verantwortet somit den Tatbestand der betrügerischen Krida nach Paragraphen 156, Absatz eins, 161, Absatz eins, StGB und nicht jenen der Begünstigung eines Gläubigers nach Paragraphen 158, Absatz eins, 161, StGB.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 41/02
    Entscheidungstext OGH 01.10.2002 11 Os 41/02
  • 11 Os 76/03
    Entscheidungstext OGH 09.09.2003 11 Os 76/03
    Vgl auch
  • 14 Os 82/09d
    Entscheidungstext OGH 26.01.2010 14 Os 82/09d
    Vgl auch; Bem: Hier: Verrechnungen gegen - der Rückzahlungssperre unterliegende (§ 14 Abs 1 EKEG) - eigenkapitalersetzende Gesellschafterdarlehen. (T1)
  • 11 Os 63/15x
    Entscheidungstext OGH 12.01.2016 11 Os 63/15x
  • 11 Os 95/18g
    Entscheidungstext OGH 16.10.2018 11 Os 95/18g
    Auch; Beisatz: Erforderlich sind Feststellungen zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung (vgl § 14 EKEG) und solche zum Ausschluss der Fälle des § 3 Abs 1 EKEG. (T2)
  • 12 Os 42/19x
    Entscheidungstext OGH 07.11.2019 12 Os 42/19x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116824

Im RIS seit

31.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2020

Dokumentnummer

JJR_20021001_OGH0002_0110OS00041_0200000_001