Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0116892×

Rechtssatz RS0116892

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0116892

Geschäftszahl

7Ob188/02a; 2Ob217/12v (2Ob218/12s)

Entscheidungsdatum

20.12.2012

Norm

EuGVÜ Art21
Brüssel II-VO Art11
Brüssel II-VO Art42
Verordnung (EG) Nr 4/2009 des Rates 32009R0004 EuUVO Art75

Rechtssatz

Wie aus Artikel 42, der Verordnung Brüssel römisch zwei herzuleiten ist, darf das später angerufene Gericht Artikel 11, der Verordnung Brüssel römisch zwei nicht anwenden, wenn das zuerst angerufene Gericht sich auf Grund einer Vorschrift für zuständig erklärt hat, die mit den Zuständigkeitsvorschriften des Kapitels römisch zwei der Verordnung Brüssel römisch zwei oder eines Abkommens, das zum Zeitpunkt der Einleitung des Verfahrens zwischen den beiden Staaten in Kraft war, nicht übereinstimmt vergleiche EuGH C-163/95 Rn 20f zu Artikel 21, EuGVÜ). Wenn das zuerst angerufene Gericht über seine Zuständigkeit noch nicht entschieden hat, so hat das später angerufene Gericht Artikel 21, EuGVÜ (= Artikel 11, der Brüssel II-Verordnung) vorläufig anzuwenden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 188/02a
    Entscheidungstext OGH 09.09.2002 7 Ob 188/02a
  • 2 Ob 217/12v
    Entscheidungstext OGH 20.12.2012 2 Ob 217/12v
    Vgl; Beisatz: Hier im Verhältnis zwischen EuGVVO und EuUVO. (T1); Bem: Die Frage konnte hier offen gelassen bleiben. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116892

Im RIS seit

09.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

22.04.2022

Dokumentnummer

JJR_20020909_OGH0002_0070OB00188_02A0000_001