Rechtstracker.at
Entscheidung 2 Ob 217/12v×

Entscheidung 2 Ob 217/12v

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Der Text wird gerade aus dem RIS übernommen; bis dahin im RIS lesen (Link oben).

Rechtssätze aus dieser Entscheidung

RS0039826 Rechtssatz 07.05.1975Zivilrecht
Die sachliche Erledigung einer verspäteten Berufung durch das Rechtsmittelgericht begründet wegen Verstoßes gegen das Gebot der Rechtskraft Nichtigkeit (EvBl 1957/339).
RS0062118 Rechtssatz 14.03.1995Zivilrecht
Die sachliche Erledigung einer verspäteten Berufung begründet wegen Verstoßes gegen die Rechtskraft des erstgerichtlichen Urteiles Nichtigkeit. Dies ist vom Obersten Gerichtshof aus Anlass einer rechtzeitigen und zulässigen Revision von Amts wegen wahrzuneh …
RS0111769 Rechtssatz 25.02.1999Zivilrecht
Der EuGH postuliert einen weiten Verfahrensgegenstandsbegriff. Auch wenn die deutsche Fassung des Art 21 nicht ausdrücklich zwischen den Begriffen "Gegenstand" und "Grundlage" des Anspruchs unterscheidet, so ist sie doch im gleichen Sinn zu verstehen wie di …
RS0116892 Rechtssatz 09.09.2002Zivilrecht
Wie aus Art 42 der Verordnung Brüssel II herzuleiten ist, darf das später angerufene Gericht Art 11 der Verordnung Brüssel II nicht anwenden, wenn das zuerst angerufene Gericht sich auf Grund einer Vorschrift für zuständig erklärt hat, die mit den Zuständig …
RS0118405 Rechtssatz 16.12.2003Zivilrecht
Nach der Rechtsprechung des EuGH ist von einem sehr weiten Streitgegenstandsbegriff (Streitverfahrensgegenstandsbegriff) auszugehen. Es liegt Identität der Streitgegenstände vor, wenn beide Klagen dieselbe "Grundlage" und denselben "Gegenstand" betreffen. E …
RS0119937 Rechtssatz 26.04.2005Zivilrecht
Die Voraussetzungen und Wirkungen einer im Ausland vorzunehmenden Zustellung sind grundsätzlich nach dem im Zustellstaat geltenden Verfahrensrecht zu beurteilen; hinsichtlich der Zustellung von Klagen - seit 1. Jänner 2005 § 106 Abs 2 ZPO.
RS0121265 Rechtssatz 03.10.2006Zivilrecht
Die in § 66 Abs 1 Z 1 AußStrG genannten Mängel können auch dann in einem Revisionsrekurs geltend gemacht werden, wenn sie vom Rekursgericht verneint worden sind. Wegen der ausdrücklichen Anordnung in § 66 Abs 1 AußStrG und des Fehlens einer § 519 ZPO vergle …
RS0122081 Rechtssatz 28.03.2007Zivilrecht
Die sachliche Erledigung eines verspäteten Rekurses durch das Rekursgericht begründet wegen Verstoßes gegen die Rechtskraft des erstgerichtlichen Beschlusses Nichtigkeit. Dies ist vom Obersten Gerichtshof aus Anlass eines rechtzeitigen Revisionsrekurses von …
RS0126369 Rechtssatz 16.11.2010Zivilrecht
Der Begriff des „gewöhnlichen Aufenthalts“ im Sinn des Art 8 Abs 1 Brüssel IIa‑VO ist autonom entsprechend den Zielen und Zwecken der Brüssel IIa‑VO auszulegen. Nach der Entscheidung des EuGH vom 2. 4. 2009, C‑523/07 ist dieser Begriff dahin auszulegen, das …
RS0127746 Rechtssatz 01.03.2012Zivilrecht
Die EuZVO 2007 verdrängt das Verfahrensrecht (lex fori) nur insoweit, als sie die jeweilige Frage selbst regelt. Sie berührt aber nicht die nationalen Regelungen dazu, welche Schriftstücke überhaupt zugestellt werden müssen, wie der Zustelladressat bzw Empf …
RS0128709 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Die EuZVO sieht die uneingeschränkte Möglichkeit der zwischenstaatlichen Zustellung durch Postdienste vor.
RS0128710 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Auch bei der unmittelbaren Postzustellung hat der Empfänger das Recht, die Annahme von fremdsprachigen Schriftstücken zu verweigern, die nicht in der Amtssprache des Empfangsstaats oder in einer Sprache, die er beherrscht, abgefasst sind.
RS0128711 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Auch das Datum, ab dem für den Empfänger relevante Fristen zu laufen beginnen, richtet sich nach dem Recht des Staates, in dem er seinen Wohnsitz hat. Dies gilt gemäß Art 9 Abs 3 EuZVO auch bei Postzustellung.
RS0128712 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Art 3 EuUVO, der nicht nur die internationale, sondern auch die örtliche Zuständigkeit regelt, bietet vier gleichwertige Zuständigkeitstatbestände an, die dem Antragsteller (Kläger) alternativ zur Verfügung stehen.
RS0128713 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Der Begriff des „gewöhnlichen Aufenthalts“, der in der EuUVO nicht definiert wird, ist autonom auszulegen, wobei die in der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu Art 8 Brüssel IIa‑VO aufgestellten Kriterien heranzuziehen sind.
RS0128714 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Art 12 und 13 EuUVO verfolgen den Zweck, einander widersprechende Entscheidungen in verschiedenen Mitgliedstaaten zu vermeiden.
RS0128715 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Die mit Art 28 EuGVVO übereinstimmende Regelung der Aussetzung des Verfahrens wegen Sachzusammenhangs bildet einen Auffangtatbestand für jene Fälle, in denen die strengeren Voraussetzungen des Art 12 EuUVO nicht erfüllt sind, weil die erforderliche Partei‑ …
RS0128716 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Für ein bereits vor dem 18. 6. 2011 eingeleitetes Unterhaltsverfahren sind die einschlägigen Bestimmungen der EuGVVO maßgeblich.
RS0128717 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Die Frage, ob in einer Unterhaltssache, wenn das vor dem 18. 6. 2011 angerufene Gericht seine Zuständigkeit nach der EuGVVO zu prüfen hat, das zweite angerufene Gericht sein Verfahren nach Art 12 EuUVO auszusetzen habe, setzt voraus, dass die in den verschi …
RS0128718 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Für Fragen der Anspruchs- und Parteienidentität zur Beurteilung der Rechtshängigkeit im Sinne der EuUVO kann auf die Lehre und Rechtsprechung zu Art 27 f EuGVVO zurückgegriffen werden, sind doch die Bestimmungen der Art 12 f EuUVO und der Art 27 f EuGVVO pr …
RS0128719 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Im Unterhaltsstreit geht es im Kern darum, ob, in welcher Höhe und für welchen Zeitraum die eine Partei der anderen Unterhalt schuldet. „Grundlage“ meint denselben Lebenssachverhalt, also dieselbe Unterhaltsbeziehung, resultierend aus einem konkreten famili …
RS0128720 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Wenn der Vater vor dem Gericht eines Mitgliedstaats eine finanzielle Beteiligung der Mutter am Unterhalt der Kinder erst für den künftig möglicherweise eintretenden Fall seines alleinigen Sorgerechts begehrt, während der vor dem österreichischen Gericht gel …
RS0128721 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Die Entscheidung über eine amtswegige Aussetzung des inländischen Verfahrens wegen eines Sachzusammenhangs steht im pflichtgebundenen Ermessen des später angerufenen Gerichts.
RS0128722 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Bei einem Verfahren über die elterliche Verantwortung ist zwar ein Sachzusammenhang mit einem Unterhaltsverfahren grundsätzlich denkbar, für eine amtswegige Aussetzung des inländischen Verfahrens wegen eines Sachzusammenhangs besteht aber kein Anlass, wenn …
RS0128723 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Gemäß Art 3 Abs 1 des für die nach dem 18. 6. 2011 fällig gewordenen Ansprüche maßgeblichen Haager Unterhaltsprotokolls folgen Unterhaltsansprüche dem Recht des Staates, in dem der Unterhaltsberechtigte seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
RS0128724 Rechtssatz 20.12.2012Zivilrecht
Im Fall eines Aufenthalts‑ und Betreuungswechsels müssen die Unterhaltsansprüche der Kinder ab diesem Zeitpunkt nach dem Recht des Staates des neuen gewöhnlichen Aufenthalts neu beurteilt werden.