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Rechtssatz RS0117396×

Rechtssatz RS0117396

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0117396

Entscheidungsdatum

24.01.2017

Rechtssatz

Eine durch Sachwalterbestellung in ihrer Prozessfähigkeit eingeschränkte Person ist dies im Strafverfahren nur insoweit, als das Strafverfahrensrecht als lex specialis, welche allgemeinen Normen derogiert, keine besonderen Anordnungen trifft. Paragraph 282, Absatz eins, erster Satz (Paragraph 283, Absatz 2, erster Satz) StPO sieht für die Rechtsmittelbefugnis gegen Urteile im Strafverfahren ausdrücklich eine Sonderregelung vor. Indem die Vorschrift des Paragraph 282, Absatz eins, StPO neben dem Angeklagten zusätzlich noch dessen Sachwalter die Rechtsmittelbefugnis zugesteht, kann sie dieser dem Angeklagten folgerichtig nicht nehmen. In Hinsicht auf Beschwerden des Strafgefangenen oder Untergebrachten gegen Beschlüsse des Vollzugsgerichts nach Paragraph 17, Absatz 4, erster Satz StVG kann kein anderer Maßstab gelten.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 17/03
    Entscheidungstext OGH 11.02.2003 14 Os 17/03
  • 13 Os 112/03
    Entscheidungstext OGH 24.09.2003 13 Os 112/03
    Vgl auch
  • 14 Os 119/16f
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 14 Os 119/16f
    Vgl; Beisatz: Dem Sachwalter kommt keine Befugnis zu, eine Grundrechtsbeschwerde des Betroffenen gegen dessen Willen zurückzuziehen (§ 10 GRBG iVm § 282 Abs 1 StPO). (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117396

Im RIS seit

14.02.2017

Zuletzt aktualisiert am

15.02.2017

Dokumentnummer

JJR_20030211_OGH0002_0140OS00017_0300000_002