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Rechtssatz RS0117727×

Rechtssatz RS0117727

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0117727

Entscheidungsdatum

07.04.2004

Rechtssatz

Infolge Aufhebung des ein Rechtsmittel gegen den Beschluss des Oberlandesgerichtes über die Zulässigkeit der Auslieferung (Paragraph 33, ARHG) ausdrücklich ausschließenden zweiten Satzes in Paragraph 33, Absatz 5, ARHG durch den Verfassungsgerichtshof besteht in Hinsicht auf die Frage nach der Möglichkeit einer Anfechtung von Beschlüssen des Oberlandesgerichtes über die Zulässigkeit der Auslieferung eine planwidrige Gesetzeslücke. Diese lässt sich durch Gesetzesanalogie schließen. Das Grundrechtsbeschwerdegesetz, BGBl 1992/864, ist im Hinblick auf seinen auch hier aktuellen Zweck, demjenigen, der durch eine strafgerichtliche Entscheidung (oder Verfügung) in einem Grundrecht (nämlich auf persönliche Freiheit) verletzt zu sein behauptet, eine wirksame Beschwerde zu gewähren (Artikel 13, EMRK; vergleiche JAB GRBG), für eine Analogie zur Sicherung des nach dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes erforderlichen Grundrechtsschutzes durch den Obersten Gerichtshof geeignet.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 51/03
    Entscheidungstext OGH 30.04.2003 13 Os 51/03
  • 15 Os 53/03
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 15 Os 53/03
    Vgl auch
  • 15 Os 51/03
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 15 Os 51/03
  • 15 Os 70/03
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 15 Os 70/03
  • 13 Os 76/03
    Entscheidungstext OGH 02.07.2003 13 Os 76/03
    Auch
  • 14 Os 132/03
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 14 Os 132/03
    Auch
  • 11 Os 160/03
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 11 Os 160/03
    Auch
  • 13 Os 34/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2004 13 Os 34/04
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117727

Im RIS seit

30.05.2003

Zuletzt aktualisiert am

22.03.2012

Dokumentnummer

JJR_20030430_OGH0002_0130OS00051_0300000_001