Rechtssatz RS0118182
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0118182
Entscheidungsdatum
03.11.2020
Rechtssatz
Waren beide Taten gegen das selbe Rechtsgut gerichtet und hat die nachfolgende keinen über die Haupttat hinausgehenden Schaden bewirkt, so wird sie von der vorausgegangenen unter dem Scheinkonkurrenztyp einer straflosen Nachtat verdrängt.
Entscheidungstexte
- 14 Os 150/02
Entscheidungstext OGH 09.09.2003 14 Os 150/02
- 15 Os 130/06s
Entscheidungstext OGH 29.03.2007 15 Os 130/06s
Beisatz: Hier: § 165 Abs 1 und Abs 2 StGB. (T1)
- 14 Os 76/08w
Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 76/08w
Auch; Beisatz: Von strafloser Nachtat spricht man, wenn ein Delikt einem anderen nachfolgt und den Erfolg dieser Haupttat verwertet oder den geschaffenen rechtswidrigen Zustand aufrechterhält. Straflos ist sie nur, wenn sie sich gegen dasselbe Rechtsgut richtet und keinen über die Haupttat hinausreichenden Schaden bewirkt. (T2); Bem: Siehe auch RS0124023. (T3)
- 13 Os 91/15d
Entscheidungstext OGH 23.09.2015 13 Os 91/15d
- 11 Os 109/15m
Entscheidungstext OGH 27.10.2015 11 Os 109/15m
Auch
- 14 Os 102/20m
Entscheidungstext OGH 03.11.2020 14 Os 102/20m
Vgl; Beisatz: Keine Konsumtion des späteren Urkundendelikts, wenn der Betrugstäter eine (andere als die beim vorangegangenen Urkundenbetrug zur Täuschung benützte) Urkunde nach Eintritt des Betrugsschadens zur Unterstützung einer weiteren Täuschung fälscht oder gebraucht. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0118182
Zuletzt aktualisiert am
01.02.2021
Dokumentnummer
JJR_20030909_OGH0002_0140OS00150_0200000_002