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Rechtssatz RS0120184

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120184

Entscheidungsdatum

23.10.2012

Rechtssatz

Für Kinder nicht österreichischer Staatsbürgerschaft, die im Ausland leben, aber Anspruch auf Unterhaltsvorschüsse in Österreich haben, trifft die in Paragraph 9, UVG vorgesehene Zuständigkeit des österreichischen Jugendwohlfahrtsträgers namentlich zur Eintreibung des Unterhalts nicht zu; mangels eines solchen ausreichenden Inlandsbezuges tritt von vorne herein die Legalzession an den Bund gemäß Paragraph 30, UVG ein. Daher ist der Präsident des jeweiligen Oberlandesgerichtes gemäß Paragraphen 31, Absatz eins und 2, 34 UVG zur Eintreibung zuständig.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 83/05b
    Entscheidungstext OGH 22.09.2005 2 Ob 83/05b
    Veröff: SZ 2005/135
  • 4 Ob 146/08m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 146/08m
    Auch
  • 10 Ob 35/12p
    Entscheidungstext OGH 23.10.2012 10 Ob 35/12p
    Vgl auch; Beisatz: Verzieht der unterhaltsvorschussberechtigte Konventionsflüchtling (oder subsidiär Schutzberechtigte) ins Ausland, kann die Zuständigkeit des Jugendwohlfahrtsträgers nicht länger auf § 215a Satz 2 ABGB gestützt werden (weil mit dem Verlassen des Inlandes die Gleichstellung mit österreichischen Staatsangehörigen endet); der nicht mehr zuständige Jugendwohlfahrtsträger ist der Sachwalterschaft zu entheben. (T1); Beisatz: Hier: Konventionsflüchtlinge, die ins Ausland verziehen. (T2); Bem: Siehe RS0128463. (T3); Veröff: SZ 2012/110

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120184

Im RIS seit

22.10.2005

Zuletzt aktualisiert am

16.06.2015

Dokumentnummer

JJR_20050922_OGH0002_0020OB00083_05B0000_001