Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0120483×

Rechtssatz RS0120483

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120483

Entscheidungsdatum

24.03.2015

Rechtssatz

Liegen die für die Wirksamkeit des Vaterschaftsanerkenntnisses des Antragstellers gemäß Paragraph 163 e, Absatz 2, ABGB normierten Voraussetzungen nicht vor, weil dem Feststellungsantrag sowohl das Kind als auch die Mutter entgegentreten, so könnte die Verfassungskonformität des einfachgesetzlichen Ausschlusses des biologischen Vaters von der Feststellung seiner Vaterschaft nach einem formgerecht erklärten Anerkenntnis bei Eingreifen des wegen Ehelichkeitsstatus des Kindes relevanten Tatbestands des Paragraph 163 e, Absatz 2, ABGB - vor dem Hintergrund der im Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs vom 28. 6. 2003 (= VfSlg 16.928) entwickelten Leitlinien - zweifelhaft sein.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 236/05w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 1 Ob 236/05w
  • 1 Ob 98/07d
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 98/07d
    Vgl aber; Beisatz: Auch im Hinblick auf Art 8 EMRK (Schutz des Privat- und Familienlebens) bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen den Ausschluss eines Antragsrechts des (behaupteten) biologischen Vaters auf Feststellung seiner Vaterschaft gegenüber einem ehelich geborenen Kind, das im Familienverband mit seinem „rechtlichen" Vater lebt (zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 236/05w). (T1); Veröff: SZ 2007/102
  • 8 Ob 32/15m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 Ob 32/15m
    Vgl aber; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120483

Im RIS seit

19.01.2006

Zuletzt aktualisiert am

15.05.2015

Dokumentnummer

JJR_20051220_OGH0002_0010OB00236_05W0000_002