Rechtssatz RS0120866
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0120866
Entscheidungsdatum
13.08.2024
Rechtssatz
Eine gravierende Lohneinbuße kann ein Kriterium für die Unzumutbarkeit einer Verweisung darstellen. Die Prüfung der Frage der Zumutbarkeit einer solchen Lohneinbuße hat auch in diesem Fall grundsätzlich abstrakt zu erfolgen. Es ist daher nicht vom individuellen früheren Verdienst des Versicherten bei seinem konkreten Dienstgeber, sondern vom Durchschnittsverdienst gleichartig Beschäftigter auf dem Arbeitsmarkt auszugehen.
Entscheidungstexte
- 10 ObS 90/06t
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 10 ObS 90/06t
- 10 ObS 105/06y
Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 ObS 105/06y
- 10 ObS 102/08k
Entscheidungstext OGH 09.09.2008 10 ObS 102/08k
Beisatz: Die gebotene abstrakte (und auf den Durchschnittsverdienst abgestellte) Beurteilung führt dazu, dass nicht zwischen akkord-entlohnten und nicht-akkordentlohnten Arbeitnehmern, die an sich dieselbe Tätigkeit ausüben, differenziert werden darf. (T1)
- 10 ObS 19/09f
Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 19/09f
Vgl auch
- 10 ObS 189/09f
Entscheidungstext OGH 10.11.2009 10 ObS 189/09f
Beis wie T1; Beisatz: Hier: Im vorliegenden Fall wurde die Klägerin nicht einmal akkordentlohnt; es liegt lediglich die Änderung vor, dass im Rahmen des Schichtbetriebs nur noch Tagarbeit verrichtet werden kann. (T2)
- 10 ObS 43/14t
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 ObS 43/14t
Auch
- 10 ObS 126/19f
Entscheidungstext OGH 16.04.2020 10 ObS 126/19f
- 10 ObS 40/22p
Entscheidungstext OGH 21.06.2022 10 ObS 40/22p
- 10 Obs 42/24k
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.08.2024 10 Obs 42/24k
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120866
Zuletzt aktualisiert am
03.09.2024
Dokumentnummer
JJR_20060627_OGH0002_010OBS00090_06T0000_001