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Rechtssatz RS0122320×

Rechtssatz RS0122320

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH, AUSL EGMR

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0122320

Geschäftszahl

14Os21/07f (14Os22/07b, 14Os23/07z); Bsw69917/01

Entscheidungsdatum

18.12.2008

Norm

EU-JZG §39 Abs2 Z1
EU-JZG §40 Abs1
EU-JZG §44 Abs1
ARHG §64 Abs1 Z1
ARHG §64 Abs2
ARHG §67 Abs1
Übereinkommen über die Überstellung verurteilter Personen Art3 Abs1 litd
Übereinkommen über die Überstellung verurteilter Personen Art11 Abs1
MRK Art6 Abs1 II5a1

Rechtssatz

Aus dem Gegenstand und dem Wesen des Exequaturverfahrens folgt, dass damit nicht (neuerlich) über die Stichhaltigkeit der strafrechtlichen Anklage entschieden wird. Das Exequaturverfahren fällt daher nicht in den Anwendungsbereich des Artikel 6, Absatz eins, MRK. Die Einhaltung der durch Artikel 6, MRK gewährleisteten Verfahrensgarantien durch den Urteilsstaat ist regelmäßig bereits Zulässigkeitsvoraussetzung der Vollstreckungsübernahme. Dem rechtlichen Gehör des Verurteilten wird überdies durch das - grundsätzliche - Erfordernis der (hier vorgelegenen) Zustimmung desselben zur Vollstreckungsübernahme Rechnung getragen.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 21/07f
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 14 Os 21/07f
  • Bsw 69917/01
    Entscheidungstext AUSL EGMR 18.12.2008 Bsw 69917/01
    Vgl aber; nur: Aus dem Gegenstand und dem Wesen des Exequaturverfahrens folgt, dass damit nicht (neuerlich) über die Stichhaltigkeit der strafrechtlichen Anklage entschieden wird. Das Exequaturverfahren fällt daher nicht in den Anwendungsbereich des Art 6 Abs 1 MRK. (T1); Veröff: NL 2008,362

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122320

Im RIS seit

12.07.2007

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2011

Dokumentnummer

JJR_20070612_OGH0002_0140OS00021_07F0000_002