Rechtssatz RS0123668
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0123668
Geschäftszahl
15Os6/08h (15Os7/08f); 15Os15/08g (15Os148/08s; 15Os149/08p); 15Os52/09z; 15Os87/11z; 14Os12/11p; 15Os35/18p (15Os66/18x; 15Os67/18v); 15Os13/21g (15Os14/21d); 15Os66/21a (15Os93/21x); 13Os29/22x; 13Os109/22m (13Os13/23w); 12Os6/24k (12Os7/24g); 13Os80/24z
Entscheidungsdatum
09.10.2024
Rechtssatz
Eine in Ansehung einer Tatfrage erheblich bedenkliche Ausübung richterlichen Ermessens ist im Regelfall mit dem Rechtsbehelf der außerordentlichen Wiederaufnahme (§ 362 StPO) zu überprüfen. Bei willkürlicher und deshalb rechtsverletzender Ermessensübung können aber selbst letztinstanzliche Entscheidungen mit Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes bekämpft werden. Gleiches gilt, wenn der Feststellung des einer Entscheidung zugrunde liegenden Bedeutungsinhalts einer Publikation ein formaler Begründungsmangel (Undeutlichkeit, Unvollständigkeit, Aktenwidrigkeit oder nur offenbar unzureichende Begründung, zum Widerspruch WK-StPO § 281, Rz 438) anhaftet, der sich nicht bloß als erheblich bedenklicher Ermessensgebrauch, sondern vielmehr als Rechtsfehler darstellt.Eine in Ansehung einer Tatfrage erheblich bedenkliche Ausübung richterlichen Ermessens ist im Regelfall mit dem Rechtsbehelf der außerordentlichen Wiederaufnahme (Paragraph 362, StPO) zu überprüfen. Bei willkürlicher und deshalb rechtsverletzender Ermessensübung können aber selbst letztinstanzliche Entscheidungen mit Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes bekämpft werden. Gleiches gilt, wenn der Feststellung des einer Entscheidung zugrunde liegenden Bedeutungsinhalts einer Publikation ein formaler Begründungsmangel (Undeutlichkeit, Unvollständigkeit, Aktenwidrigkeit oder nur offenbar unzureichende Begründung, zum Widerspruch WK-StPO Paragraph 281,, Rz 438) anhaftet, der sich nicht bloß als erheblich bedenklicher Ermessensgebrauch, sondern vielmehr als Rechtsfehler darstellt.
Entscheidungstexte
- 15 Os 6/08h
Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 08.05.2008 15 Os 6/08h
- 15 Os 15/08g
Entscheidungstext OGH 13.11.2008 15 Os 15/08g
Vgl; Beisatz: Blieben die Feststellungen zum Bedeutungsinhalt der inkriminierten Textstelle sowie zu deren Beurteilung als Tatsachenbehauptung gänzlich unbegründet, so wurde - als mit Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes wahrzunehmender Rechtsfehler - die auch für Urteile der Oberlandesgerichte als Berufungsgericht geltende Begründungspflicht gerichtlicher Entscheidungen verletzt. (T1); Beisatz: Hier: Medienrechtssache. (T2)
- 15 Os 52/09z
Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 52/09z
Auch
- 15 Os 87/11z
Entscheidungstext OGH 21.09.2011 15 Os 87/11z
Vgl; Beisatz: Erhebliche Bedenken gegen die Richtigkeit des Ausspruchs über entscheidende Tatsachen sind Gegenstand einer Antragstellung nach § 362 Abs 1 Z 2 StPO. (T3)
- 14 Os 12/11p
Entscheidungstext OGH 30.08.2011 14 Os 12/11p
Auch
- 15 Os 35/18p
Entscheidungstext OGH 25.07.2018 15 Os 35/18p
Auch
- 15 Os 13/21g
Entscheidungstext OGH 11.06.2021 15 Os 13/21g
Vgl
- 15 Os 66/21a
Entscheidungstext OGH 15.09.2021 15 Os 66/21a
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2
- 13 Os 29/22x
Entscheidungstext OGH 22.06.2022 13 Os 29/22x
Vgl
- 13 Os 109/22m
Entscheidungstext OGH 22.03.2023 13 Os 109/22m
vgl
- 12 Os 6/24k
Entscheidungstext OGH 16.05.2024 12 Os 6/24k
vgl
- 13 Os 80/24z
Entscheidungstext OGH 09.10.2024 13 Os 80/24z
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123668
Zuletzt aktualisiert am
04.11.2024
Dokumentnummer
JJR_20080508_OGH0002_0150OS00006_08H0000_003