Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0124444×

Rechtssatz RS0124444

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0124444

Entscheidungsdatum

02.04.2009

Norm

B-VG Art89 Abs2
B-VG Art140 Asb1
GSpG idF BGBl I 2005 §25 Abs3

Rechtssatz

Der Oberste Gerichtshof stellt gemäß Artikel 89, Abs p

2 B-VG (Artikel 140, Absatz eins, B-VG) an den Verfassungsgerichtshof den Antrag, den siebenten Satz des dritten Absatzes von Paragraph 25, Glücksspielgesetz (GSpG) in der Fassung BGBl römisch eins 2005/105 mit dem Wortlaut „Die Haftung ist innerhalb von 6 Monaten nach dem jeweiligen Verlust gerichtlich geltend zu machen." als verfassungswidrig aufzuheben.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 90/08m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2008 2 Ob 90/08m
  • 2 Ob 90/08m
    Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 90/08m
    Vgl; Beisatz: Mit Erkenntnis vom 25.9. 2008, G162/07-31 ua, hat der Verfassungsgerichtshof den siebenten Satz des dritten Absatzes von § 25 Glücksspielgesetz (GSpG) idF BGBl I 2005/105 mit dem Wortlaut „Die Haftung ist innerhalb von 6 Monaten nach dem jeweiligen Verlust gerichtlich geltend zu machen." als verfassungswidrig aufgehoben und ausgesprochen, dass die als verfassungswidrig aufgehobene Gesetzesstelle auf die am 25.9. 2008 bei Gericht anhängigen Verfahren nicht mehr anzuwenden ist. (T1); Beisatz: Mangels einer bestehenden Sondervorschrift (in Gestalt des aufgehobenen § 25 Abs 3 Satz 7 GSpG) verjähren daher auf § 25 Abs 3 GSpG gestützte Schadenersatzansprüche gemäß § 1489 ABGB grundsätzlich in drei Jahren (ab Kenntnis des geschädigten Klägers vom Schaden und vom Schädiger) beziehungsweise Bereicherungsansprüche in 30 Jahren. (T2)
  • 8 Ob 152/08y
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 Ob 152/08y
    Vgl; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124444

Zuletzt aktualisiert am

24.04.2009

Dokumentnummer

JJR_20080918_OGH0002_0020OB00090_08M0000_001