Rechtssatz RS0125183
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0125183
Entscheidungsdatum
12.12.2023
Norm
DSGVO Art17
OGHG §15 Abs2
Rechtssatz
Das Unterbleiben der Veröffentlichung ist nach der Systematik des Gesetzes eine im Ermessen des erkennenden Senats stehende Ausnahme. Bei der Ausübung dieses Ermessens sind die Wertungen zu berücksichtigen, die § 15 Abs 2 OGHG offenkundig zugrunde liegen.Das Unterbleiben der Veröffentlichung ist nach der Systematik des Gesetzes eine im Ermessen des erkennenden Senats stehende Ausnahme. Bei der Ausübung dieses Ermessens sind die Wertungen zu berücksichtigen, die Paragraph 15, Absatz 2, OGHG offenkundig zugrunde liegen.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 101/09w
Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 101/09w
- 6 Ob 53/17p
Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 53/17p
Vgl; Beisatz: Bei dieser Entscheidung handelt es sich um einen Akt der Rechtsprechung, und zwar um einen Teil der rechtsprechenden Tätigkeit im Rahmen der Entscheidungsfindung. (T1)
Beisatz: Die Grundsätze des § 15 OGHG gelten auch für die Frage, ob eine bereits in der Entscheidungsdokumentation Justiz veröffentlichte Entscheidung wieder zu löschen ist. (T2)
- 1 Ob 22/18v
Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 22/18v
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Auch bei den Anordnungen über die Anonymisierung nach § 15 Abs 5 OGHG handelt es sich um Akte der rechtsprechenden Tätigkeit, die vom jeweiligen Senat im Rahmen der Entscheidungsfindung ausgeübt werden. (T3) Beisatz: Dies gilt auch für Anordnungen betreffend die Anonymisierung von Erkenntnissen des Verwaltungsgerichtshofs nach § 43 Abs 8 VwGG. (T4)
Veröff: SZ 2018/20
- 14 Os 103/02
Entscheidungstext OGH 13.08.2018 14 Os 103/02
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: nur: Zur Entscheidung über einen Antrag auf nachträgliche Anonymisierung einer Entscheidung des OGH ist der erkennende Senat zuständig. (T5)
- 12 Ns 29/18p
Entscheidungstext OGH 11.10.2018 12 Ns 29/18p
Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Ein (wenig verbreiteter) Vorname in Verbindung mit dem vollständigen Geburtsdatum einer Person macht diese identifizierbar. Sind solche Daten zur Nachvollziehbarkeit der Entscheidung nicht erforderlich, besteht ein Anspruch auf Anonymisierung (Art 17 Abs 1 lit a iVm Art 4 Z 1 DSGVO). (T6)
- 8 Ob 140/05d
Entscheidungstext OGH 19.12.2018 8 Ob 140/05d
Auch; nur T5; Beis wie T6
- 6 Nc 30/19t
Entscheidungstext OGH 27.11.2019 6 Nc 30/19t
Vgl; Beisatz: Im Hinblick auf die gesetzliche Anordnung, dass die Verständlichkeit der Entscheidung nicht verloren gehen darf, kann die Anonymisierungspflicht des Obersten Gerichtshofs an ihre Grenzen stoßen. Dies kann namentlich bei identifizierenden Sachverhaltskriterien der Fall sein. Der Zweck der Anonymisierung kann jedenfalls dort nicht erreicht werden, wo aufgrund der aus der Entscheidung herausgehenden Umstände ohnehin klar ist, wer Partei des Verfahrens ist. Für eine derartige Konstellation hat sich der Gesetzgeber für den Vorrang der Veröffentlichung entschieden. (T7)
Veröff: SZ 2019/110
- 6 Ob 177/20b
Entscheidungstext OGH 02.02.2021 6 Ob 177/20b
Vgl; Beis wie T6
- 5 Ob 158/18y
Entscheidungstext OGH 04.02.2021 5 Ob 158/18y
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T5
- 6 Ob 296/03b
Entscheidungstext OGH 27.07.2022 6 Ob 296/03b
Beis wie T6
- 11 Ns 59/22y
Entscheidungstext OGH 28.07.2022 11 Ns 59/22y
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2
- 7 Ob 50/22m
Entscheidungstext OGH 24.08.2022 7 Ob 50/22m
Beis wie T5
- 11 Ns 110/23z
Entscheidungstext OGH 12.12.2023 11 Ns 110/23z
vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T2; Beisatz wie T5
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125183
Zuletzt aktualisiert am
11.01.2024
Dokumentnummer
JJR_20090908_OGH0002_0040OB00101_09W0000_002