Rechtssatz RS0125776
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0125776
Entscheidungsdatum
25.02.2026
Rechtssatz
Der im Fall konfligierender Grundrechte von der MRK geforderte faire Ausgleich (vgl Art 10 Abs 2) zwischen - hier - dem (auf den Schutz von Persönlichkeitsrechten gerichteten) Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art 8 MRK) und dem Recht auf freie Meinungsäußerung (Art 10 MRK) wird auf innerstaatlicher Ebene durch die von § 7a Abs 1 MedienG - für den Bereich des Schutzes „vor Bekanntgabe der Identität in besonderen Fällen“ - geforderte Abwägung schutzwürdiger Interessen des von der Berichterstattung Betroffenen gegenüber spezifischen Interessen der Öffentlichkeit an der Veröffentlichung von zur Identifizierung geeigneten Angaben gewährleistet.Der im Fall konfligierender Grundrechte von der MRK geforderte faire Ausgleich vergleiche Artikel 10, Absatz 2,) zwischen - hier - dem (auf den Schutz von Persönlichkeitsrechten gerichteten) Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Artikel 8, MRK) und dem Recht auf freie Meinungsäußerung (Artikel 10, MRK) wird auf innerstaatlicher Ebene durch die von Paragraph 7 a, Absatz eins, MedienG - für den Bereich des Schutzes „vor Bekanntgabe der Identität in besonderen Fällen“ - geforderte Abwägung schutzwürdiger Interessen des von der Berichterstattung Betroffenen gegenüber spezifischen Interessen der Öffentlichkeit an der Veröffentlichung von zur Identifizierung geeigneten Angaben gewährleistet.
Entscheidungstexte
- 15 Os 95/09y
Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 17.03.2010 15 Os 95/09y
Bemerkung: So bereits zu § 7 MedienG zuletzt 15 Os 42/09d. (T1)
- 15 Os 98/10s
Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 98/10s
Vgl; Beisatz: Hier: § 7 MedienG. (T2)
- 15 Os 122/10w
Entscheidungstext OGH 04.05.2011 15 Os 122/10w
Vgl. auch; Beis wie T2
- 15 Os 114/11w
Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 114/11w
- 15 Os 42/12h
Entscheidungstext OGH 12.12.2012 15 Os 42/12h
- Bsw 27306/07
Entscheidungstext AUSL EGMR 19.06.2012 Bsw 27306/07
Ähnlich; Veröff: NL 2012,187
- 15 Os 99/14v
Entscheidungstext OGH 01.10.2014 15 Os 99/14v
- 15 Os 96/14b
Entscheidungstext OGH 10.06.2015 15 Os 96/14b
- 15 Os 96/15d
Entscheidungstext OGH 07.10.2015 15 Os 96/15d
- 6 Ob 110/18x
Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 110/18x
Auch; Beisatz: Wenngleich aus § 7a MedienG nicht zwingend ein Umkehrschluss dahin gezogen werden kann, dass in jedem Fall, der von § 7a Abs 1 MedienG nicht erfasst ist, stets eine identifizierende Berichterstattung zulässig ist, ist diese Bestimmung im Rahmen der vorzunehmenden Interessenabwägung zwischen Art 8 und Art 10 EMRK zu berücksichtigen. (T3)
- 15 Os 86/18p
Entscheidungstext OGH 12.12.2018 15 Os 86/18p
Beisatz: Durch § 7a MedienG soll unter anderem hintangehalten werden, dass Verdächtige oder Verurteilte in Form eines „Medienprangers“ anstelle oder neben einer gerichtlichen Bestrafung eine soziale Ersatz- oder Zusatzbestrafung erfahren. (T4)
- 15 Os 92/25f
Entscheidungstext OGH 25.02.2026 15 Os 92/25f
vgl; Beisatz wie T4
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0125776
Zuletzt aktualisiert am
09.04.2026
Dokumentnummer
JJR_20100317_OGH0002_0150OS00095_09Y0000_002