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Rechtssatz RS0125776

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH, AUSL EGMR

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0125776

Geschäftszahl

15Os95/09y; 15Os98/10s; 15Os122/10w; 15Os114/11w; 15Os42/12h (15Os142/12i; 15Os143/12m); Bsw27306/07 (Bsw1593/06); 15Os99/14v; 15Os96/14b; 15Os96/15d; 6Ob110/18x; 15Os86/18p (15Os134/18x); 15Os92/25f

Entscheidungsdatum

25.02.2026

Rechtssatz

Der im Fall konfligierender Grundrechte von der MRK geforderte faire Ausgleich vergleiche Artikel 10, Absatz 2,) zwischen - hier - dem (auf den Schutz von Persönlichkeitsrechten gerichteten) Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Artikel 8, MRK) und dem Recht auf freie Meinungsäußerung (Artikel 10, MRK) wird auf innerstaatlicher Ebene durch die von Paragraph 7 a, Absatz eins, MedienG - für den Bereich des Schutzes „vor Bekanntgabe der Identität in besonderen Fällen“ - geforderte Abwägung schutzwürdiger Interessen des von der Berichterstattung Betroffenen gegenüber spezifischen Interessen der Öffentlichkeit an der Veröffentlichung von zur Identifizierung geeigneten Angaben gewährleistet.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 95/09y
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 17.03.2010 15 Os 95/09y
    Bemerkung: So bereits zu § 7 MedienG zuletzt 15 Os 42/09d. (T1)
  • 15 Os 98/10s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 98/10s
    Vgl; Beisatz: Hier: § 7 MedienG. (T2)
  • 15 Os 122/10w
    Entscheidungstext OGH 04.05.2011 15 Os 122/10w
    Vgl. auch; Beis wie T2
  • 15 Os 114/11w
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 114/11w
  • 15 Os 42/12h
    Entscheidungstext OGH 12.12.2012 15 Os 42/12h
  • Bsw 27306/07
    Entscheidungstext AUSL EGMR 19.06.2012 Bsw 27306/07
    Ähnlich; Veröff: NL 2012,187
  • 15 Os 99/14v
    Entscheidungstext OGH 01.10.2014 15 Os 99/14v
  • 15 Os 96/14b
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 15 Os 96/14b
  • 15 Os 96/15d
    Entscheidungstext OGH 07.10.2015 15 Os 96/15d
  • 6 Ob 110/18x
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 110/18x
    Auch; Beisatz: Wenngleich aus § 7a MedienG nicht zwingend ein Umkehrschluss dahin gezogen werden kann, dass in jedem Fall, der von § 7a Abs 1 MedienG nicht erfasst ist, stets eine identifizierende Berichterstattung zulässig ist, ist diese Bestimmung im Rahmen der vorzunehmenden Interessenabwägung zwischen Art 8 und Art 10 EMRK zu berücksichtigen. (T3)
  • 15 Os 86/18p
    Entscheidungstext OGH 12.12.2018 15 Os 86/18p
    Beisatz: Durch § 7a MedienG soll unter anderem hintangehalten werden, dass Verdächtige oder Verurteilte in Form eines „Medienprangers“ anstelle oder neben einer gerichtlichen Bestrafung eine soziale Ersatz- oder Zusatzbestrafung erfahren. (T4)
  • 15 Os 92/25f
    Entscheidungstext OGH 25.02.2026 15 Os 92/25f
    vgl; Beisatz wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0125776

Im RIS seit

31.05.2010

Zuletzt aktualisiert am

09.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20100317_OGH0002_0150OS00095_09Y0000_002