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Rechtssatz RS0126232×

Rechtssatz RS0126232

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0126232

Entscheidungsdatum

13.06.2019

Rechtssatz

Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 25/10z
    Veröff: SZ 2010/113
  • 4 Ob 65/10b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 65/10b
    Vgl; nur: Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T1)
  • 5 Ob 222/10y
    Entscheidungstext OGH 20.12.2010 5 Ob 222/10y
    Auch
  • 4 Ob 190/10k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k
    Auch
  • 8 Ob 112/10v
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 112/10v
    Auch
  • 8 Ob 151/10d
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 151/10d
    Auch
  • 5 Ob 18/11z
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 18/11z
    Auch
  • 2 Ob 191/10t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 191/10t
    Vgl auch
  • 8 Ob 107/11k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 107/11k
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 214/11h
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 214/11h
    Vgl; nur T1
  • 6 Ob 13/12y
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 6 Ob 13/12y
    Vgl; nur T1; Beisatz: Die Frage, ob ein die Vertragsanfechtung ermöglichender Geschäftsirrtum vorliegt, hängt grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls ab. (T2)
  • 4 Ob 174/11h
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 174/11h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Irrtum über Diversifizierung eines Fonds. (T3)
  • 5 Ob 146/11y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2012 5 Ob 146/11y
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 51/12z
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 51/12z
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 5/13h
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 5/13h
    nur T1
  • 2 Ob 19/13b
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 19/13b
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Irrtumsanfechtung eines Anlegers ist der diesem unterlaufene Irrtum und nicht die Irreführungseignung des Verkaufsprospekts im Allgemeinen zu beurteilen. (T4)
  • 3 Ob 65/13z
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 65/13z
    Beis wie T2
  • 5 Ob 207/14y
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 5 Ob 207/14y
    Auch
  • 4 Ob 90/19t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 90/19t
    Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126232

Im RIS seit

11.11.2010

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2019

Dokumentnummer

JJR_20100922_OGH0002_0080OB00025_10Z0000_001