Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0127839×

Rechtssatz RS0127839

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0127839

Geschäftszahl

2Ob228/11k; 4Ob70/13t

Entscheidungsdatum

18.06.2013

Norm

Brüssel IIa-VO Art8
Brüssel IIa-VO Art20

Rechtssatz

Zu dem vom Europäischen Gerichtshof betonten Grundsatz des gegenseitigen Vertrauens (Erwägungsgrund 21 der Verordnung) gehört es, dass das Gericht eines Mitgliedstaats, bei dem ein Antrag hinsichtlich der elterlichen Verantwortung anhängig gemacht wird, seine Zuständigkeit anhand der Artikel 8, ff Brüssel IIa‑VO prüft und dass aus der Entscheidung dieses Gerichts klar hervorgeht, ob es sich den in dieser Verordnung vorgesehenen unmittelbar anwendbaren Zuständigkeitsvorschriften hat unterwerfen wollen oder nach diesen entschieden hat. Ehe sich das Gericht auf Artikel 20, Brüssel IIa‑VO stützt, hat es daher zu prüfen, ob eine eigene Zuständigkeit nach den Artikel 8, ff besteht.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 228/11k
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 2 Ob 228/11k
    Bem: EuGH 15. 7. 2010, C‑256/09. (T1)
    Veröff: SZ 2012/56
  • 4 Ob 70/13t
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 70/13t
    Auch; Beisatz: In einem Entführungsfall darf keine vorläufige Obsorgeregelung erfolgen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127839

Im RIS seit

20.07.2012

Zuletzt aktualisiert am

22.04.2022

Dokumentnummer

JJR_20120515_OGH0002_0020OB00228_11K0000_007