Rechtssatz RS0128225
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0128225
Entscheidungsdatum
11.06.2025
Rechtssatz
Exklusivität kommt nicht in Betracht, wenn die zusammentreffenden strafbaren Handlungen übereinstimmende, mithin nicht - wie für Exklusivität erforderlich - widerstreitende Merkmale enthalten. In solchen Fällen kommt nur Verdrängung im Wege von Scheinkonkurrenz in Frage. Spezialität scheidet bei Realkonkurrenz aus. Ob Subsidiarität vorliegt, bestimmt sich im Gegensatz zur Konsumtion, wo die konkreten Umstände der Tatbegehung in die Beurteilung einzubeziehen sind, nach dem abstrakten Verhältnis der strafbaren Handlungen zueinander.
Entscheidungstexte
- 14 Os 172/11t
Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 02.10.2012 14 Os 172/11t
verstärkter Senat
- 13 Os 4/15k
Entscheidungstext OGH 10.06.2015 13 Os 4/15k
Vgl; Beisatz: § 165 StGB ist nicht (stillschweigend) subsidiär zu § 164 StGB. (T1)
- 13 Os 115/16k
Entscheidungstext OGH 17.05.2017 13 Os 115/16k
Vgl
- 13 Os 85/18a
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 13 Os 85/18a
Auch; nur: Ob Subsidiarität vorliegt, bestimmt sich im Gegensatz zur Konsumtion, wo die konkreten Umstände der Tatbegehung in die Beurteilung einzubeziehen sind, nach dem abstrakten Verhältnis der strafbaren Handlungen zueinander. (T2)
Beisatz: Konsumtion setzt ein kriminologisches Naheverhältnis voraus, von dem angenommen werden kann, der Gesetzgeber habe es bei der Aufstellung der Strafsätze berücksichtigt. (T3)
- 13 Os 67/20g
Entscheidungstext OGH 17.02.2021 13 Os 67/20g
Vgl; nur T2
- 14 Os 98/23b
Entscheidungstext OGH 24.10.2023 14 Os 98/23b
vgl
- 14 Os 9/24s
Entscheidungstext OGH 14.05.2024 14 Os 9/24s
vgl; Beisatz: Hier: Zum Verhältnis von § 177 Abs 1 zu § 88 Abs 3 StGB (echte Idealkonkurrenz). (T4)
- 12 Os 23/25m
Entscheidungstext OGH 11.06.2025 12 Os 23/25m
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128225
Zuletzt aktualisiert am
22.08.2025
Dokumentnummer
JJR_20121002_OGH0002_0140OS00172_11T0000_002