Rechtssatz RS0129497
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0129497
Entscheidungsdatum
28.09.2021
Rechtssatz
Der auf Rechtsbruch gestützte Unterlassungsanspruch setzt auf Sachverhaltsebene den Verstoß gegen eine (bestimmte) generelle abstrakte Norm voraus. Er besteht daher nur dann zu Recht, wenn die Beklagte dadurch verbotswidrig (und damit unlauter iSd § 1 UWG) gehandelt hat, dass sie gegen eine der im Sachvorbringen genannten Verbotsnormen verstoßen hat.Der auf Rechtsbruch gestützte Unterlassungsanspruch setzt auf Sachverhaltsebene den Verstoß gegen eine (bestimmte) generelle abstrakte Norm voraus. Er besteht daher nur dann zu Recht, wenn die Beklagte dadurch verbotswidrig (und damit unlauter iSd Paragraph eins, UWG) gehandelt hat, dass sie gegen eine der im Sachvorbringen genannten Verbotsnormen verstoßen hat.
Anmerkung
Anm: Dieser Rechtssatz entspricht inhaltlich dem RS0133055. In Hinkunft wird nur mehr der gegenständliche Rechtssatz weitergeführt, während beim aufgelassenen RS0133055 keine weiteren Indizierungen erfolgen. Es sollte künftig nur mehr der vorliegende RS zitiert werden.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 65/14h
Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 65/14h
- 4 Ob 180/14w
Entscheidungstext OGH 18.11.2014 4 Ob 180/14w
Auch
- 4 Ob 3/16v
Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 3/16v
Auch; Beisatz: Hier: Der in § 123 GewO idF vor dem BG BGBl I 48/2015 vorgesehene umfassende Gebietsschutz für Rauchfangkehrer war unionsrechtswidrig (siehe RS0129445). (T1)
- 4 Ob 4/16s
Entscheidungstext OGH 15.06.2016 4 Ob 4/16s
Beisatz: Ein solcher Rechtsbruch kann auch in der Verletzung von Kennzeichnungsvorschriften liegen. Beisatz: Hier: KosmetikVO. (T2)
- 4 Ob 162/16a
Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 162/16a
- 4 Ob 170/16b
Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 170/16b
- 4 Ob 269/16m
Entscheidungstext OGH 21.02.2017 4 Ob 269/16m
Auch; nur: Die Prüfung des Rechtsbruchs hat sich auf die im Sachvorbringen der klagenden Partei genannten Verbotsnormen zu beschränken. (T3)
- 4 Ob 30/17s
Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 30/17s
Auch
- 4 Ob 241/16v
Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 241/16v
- 4 Ob 95/17z
Entscheidungstext OGH 26.09.2017 4 Ob 95/17z
Auch
- 4 Ob 66/17k
Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
Auch
- 4 Ob 176/17m
Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 176/17m
Auch
- 4 Ob 185/17k
Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 185/17k
Auch
- 4 Ob 229/17f
Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 229/17f
- 4 Ob 36/18z
Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 36/18z
Auch
- 4 Ob 206/19a
Entscheidungstext OGH 19.12.2019 4 Ob 206/19a
Beisatz: Der Sachvortrag der Klägerin als rechtserzeugende Tatsache muss den Vorwurf einer Gesetzesübertretung enthalten, der durch die Nennung oder die verbale Umschreibung der nach den Behauptungen übertretenen Normen konkretisiert und individualisiert wird. (T4)
- 4 Ob 178/19h
Entscheidungstext OGH 21.02.2020 4 Ob 178/19h
Beisatz: Dass Rechtsbruch auf Sachverhaltsebene den Verstoß gegen eine konkrete Norm erfordert, wirkt auf die Reichweite des Unterlassungsgebots. Denn das genannte Erfordernis kann nicht dadurch umgangen werden, dass auf Sachverhaltsebene nur ein Verstoß gegen eine konkrete Bestimmung in das Urteilsbegehren aber ein ganzes Gesetz aufgenommen wird. (T5)
- 4 Ob 147/21b
Entscheidungstext OGH 28.09.2021 4 Ob 147/21b
Vgl; Beis wie T4
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129497
Zuletzt aktualisiert am
02.12.2021
Dokumentnummer
JJR_20140624_OGH0002_0040OB00065_14H0000_001