Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0129701×

Rechtssatz RS0129701

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0129701

Entscheidungsdatum

16.06.2026

Rechtssatz

Das Gericht darf das Ausreiseverbot nur bei objektiven Anhaltspunkten für eine geplante Mitnahme des Kindes ins Ausland durch einen Elternteil und nach Prüfung der Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahme anordnen. Der Eingriff in das Privatleben der betreffenden Person darf – insbesondere im Hinblick auf Artikel 8, Absatz eins, EMRK – nicht unverhältnismäßig zu der damit beabsichtigten Förderung der Kindesinteressen sein. Es kommt nicht darauf an, dass diese Maßnahme die ultima ratio darstellt, die erst nach Ausschöpfung anderer Maßnahmen zulässig wäre.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 160/14v
    Entscheidungstext OGH 09.10.2014 6 Ob 160/14v
  • 10 Ob 34/18z
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 10 Ob 34/18z
  • 5 Ob 54/19f
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 54/19f
  • 9 Ob 19/22t
    Entscheidungstext OGH 19.05.2022 9 Ob 19/22t
    Vgl
  • 5 Ob 145/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.01.2025 5 Ob 145/24w
    Beisatz: Hier: Unter Darlegung des Verhältnisses zwischen § 181 Abs 1 ABGB und § 107 Abs 3 AußStrG. (T1)
  • 5 Ob 52/26x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.06.2026 5 Ob 52/26x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129701

Im RIS seit

05.11.2014

Zuletzt aktualisiert am

08.09.2026

Dokumentnummer

JJR_20141009_OGH0002_0060OB00160_14V0000_002