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Rechtssatz RS0130428

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0130428

Entscheidungsdatum

04.06.2024

Rechtssatz

Die Beschränkung auf eine lediglich in Österreich (und nicht auch in einem anderen EU-Mitgliedstaat) ausgeübte sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit ist als unionsrechtswidrig zu qualifizieren und daher unbeachtet zu lassen.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 148/14h
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 ObS 148/14h
    Veröff: SZ 2015/120
  • 10 ObS 137/19y
    Entscheidungstext OGH 15.10.2019 10 ObS 137/19y
  • 10 ObS 120/19y
    Entscheidungstext OGH 19.11.2019 10 ObS 120/19y
    Vgl; Beisatz: Einschränkend: Allein der Wohnsitz des Kindes und seiner Eltern in Österreich ist jedoch kein ausreichendes Anknüpfungskriterium für einen Anspruch auf einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld, wenn beide Elternteile in einem anderen von der Sozialrechtskoordinierung erfassten Staat beschäftigt sind. (T1)
  • 10 ObS 160/19f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2020 10 ObS 160/19f
    Vgl; Beis wie T1
  • 10 ObS 135/19d
    Entscheidungstext OGH 26.05.2020 10 ObS 135/19d
    Vgl; Beis wie T1
  • 10 ObS 173/19t
    Entscheidungstext OGH 26.05.2020 10 ObS 173/19t
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Der Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld als Konto ist jedoch anders als jener auf einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld zu beurteilen, da der Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld nicht von einer Beschäftigung abhängig ist. (T2)
  • 10 ObS 164/19v
    Entscheidungstext OGH 28.07.2020 10 ObS 164/19v
    Vgl; Beis wie T1
  • 10 ObS 133/22i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2022 10 ObS 133/22i
    Vgl; Beisatz: Hier: Keine Anwendung von Art 67 und 68 VO (EG) 883/2004, wenn in einem der beiden betroffenen Staaten (hier der Schweiz) kein Anspruch auf eine mit dem Kinderbetreuungsgeld vergleichbare Familienleistung besteht. Die Klägerin kann ihre Ansprüche somit auch nicht von der (inländischen) Erwerbstätigkeit des zweiten Elternteils ableiten. (T3)
  • 10 ObS 13/24w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 04.06.2024 10 ObS 13/24w
    Beisatz wie T1
    Beisatz: Hier: (Leistungs)Zuständigkeit Österreichs nach der VO (EG) 883/2004 infolge Erwerbstätigkeit der Klägerin im Inland. Für diese Situation ist geklärt, dass gemäß Art 5 VO (EG) 883/2004 eine (sozialversicherungspflichtige) Erwerbstätigkeit in einem anderen EWR- oder Mitgliedstaat einer in Österreich ausgeübten Erwerbstätigkeit iSd § 24 Abs 2 KBGG gleichgestellt ist. Der Ansicht der Beklagten, dass zumindest ein Elternteil während des gesamten 182-Tage-Zeitraums des § 24 Abs 1 Z 2 KBGG in Österreich erwerbstätig gewesen sein müsse, ist in diesem Fall nicht zu folgen. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130428

Im RIS seit

23.12.2015

Zuletzt aktualisiert am

30.07.2024

Dokumentnummer

JJR_20151022_OGH0002_010OBS00148_14H0000_002