Rechtssatz RS0130542
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0130542
Entscheidungsdatum
24.11.2015
Norm
ABGB aF §232
ABGB §1295 Ia9
ABGB §1295 IIf4
ABGB §1311 IIa
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §167 Abs3
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §214 Abs2
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §223
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §275 Abs2
AußStrG idF KindNamRÄG 2013 §132
AHG §1 Cc
AHG §1 Cd1a
Geo §150
Rechtssatz
Der Vertragspartner einer behinderten Person - der am Genehmigungsverfahren nicht beteiligt ist - ist dennoch Schutzobjekt der (unrichtig) erteilten Rechtskraftbestätigung über die sachwalterschaftsgerichtliche Genehmigung eines Kaufvertrags. Die Erteilung der Rechtskraftbestätigung auf dem Genehmigungsbeschluss schaffte für ihn einen Vertrauenstatbestand, was auch für das bestätigende Gericht erkennbar war. Hat er im Vertrauen auf die Rechtskraft des später abgeänderten Genehmigungsbeschlusses ihn belastende Vermögensdispositionen getroffen, so haftet der Rechtsträger für den daraus entstandenen Schaden, wenn die Rechtskraftbestätigung infolge schuldhaft rechtswidrigen Organverhaltens erteilt wurde.
Schlagworte
Liegenschaftskäufer, Schutzzweck, pflegschaftsbehördlich, Veräußerung, außerordentlicher Wirtschaftsbetrieb
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130542
Zuletzt aktualisiert am
25.04.2018
Dokumentnummer
JJR_20151124_OGH0002_0010OB00199_15V0000_001