Rechtssatz RS0131561
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0131561
Entscheidungsdatum
28.07.2026
Rechtssatz
Die Vermögenslosigkeit des Angeklagten stellt keinen Anwendungsfall des § 20a Abs 3 zweiter Fall StGB dar. Denn die Unverhältnismäßigkeit nach dieser Bestimmung bezieht sich allein auf den Ermittlungsaufwand, nicht jedoch auf die geringe Wahrscheinlichkeit der (erst im Rahmen des Vollstreckungsverfahrens zu prüfenden [§§ 408 f StPO]) Einbringung des jeweiligen Vermögenswerts.Die Vermögenslosigkeit des Angeklagten stellt keinen Anwendungsfall des Paragraph 20 a, Absatz 3, zweiter Fall StGB dar. Denn die Unverhältnismäßigkeit nach dieser Bestimmung bezieht sich allein auf den Ermittlungsaufwand, nicht jedoch auf die geringe Wahrscheinlichkeit der (erst im Rahmen des Vollstreckungsverfahrens zu prüfenden [§§ 408 f StPO]) Einbringung des jeweiligen Vermögenswerts.
Entscheidungstexte
- 14 Os 33/17k
Entscheidungstext OGH 04.07.2017 14 Os 33/17k
- 11 Os 48/18w
Entscheidungstext OGH 19.06.2018 11 Os 48/18w
Vgl aber; Beisatz: Die Unverhältnismäßigkeit kann sich auch aus einer Abwägung der Einbringungswahrscheinlichkeit gegenüber dem Verfahrensaufwand ergeben. (T1)
- 14 Os 133/21x
Entscheidungstext OGH 22.02.2022 14 Os 133/21x
- 15 Os 55/22k
Entscheidungstext OGH 27.07.2022 15 Os 55/22k
- 14 Os 140/22b
Entscheidungstext OGH 28.02.2023 14 Os 140/22b
Vgl
- 14 Os 57/26b
Entscheidungstext OGH 28.07.2026 14 Os 57/26b
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131561
Zuletzt aktualisiert am
11.09.2026
Dokumentnummer
JJR_20170704_OGH0002_0140OS00033_17K0000_001