Rechtssatz RS0132172
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0132172
Entscheidungsdatum
19.05.2026
Rechtssatz
Beschlüsse, die im Verfahren zur Errichtung des Inventars gefasst werden, haben grundsätzlich verfahrensleitenden Charakter und sind daher nicht selbständig anfechtbar. Ihre Richtigkeit kann in gewissen Fällen mittelbar dadurch überprüft werden, dass eine Partei nach Errichtung des Inventars einen Antrag nach § 166 Abs 2 AußStrG oder einen auf formale Mängel des Inventars (Substanzlosigkeit, fehlende Nachvollziehbarkeit, Missachtung der Rahmenbedingungen für die Bewertung) gestützten Antrag nach § 7a GKG stellt. Über solche Anträge ergehende Beschlüsse sind nach den allgemeinen Grundsätzen anfechtbar.Beschlüsse, die im Verfahren zur Errichtung des Inventars gefasst werden, haben grundsätzlich verfahrensleitenden Charakter und sind daher nicht selbständig anfechtbar. Ihre Richtigkeit kann in gewissen Fällen mittelbar dadurch überprüft werden, dass eine Partei nach Errichtung des Inventars einen Antrag nach Paragraph 166, Absatz 2, AußStrG oder einen auf formale Mängel des Inventars (Substanzlosigkeit, fehlende Nachvollziehbarkeit, Missachtung der Rahmenbedingungen für die Bewertung) gestützten Antrag nach Paragraph 7 a, GKG stellt. Über solche Anträge ergehende Beschlüsse sind nach den allgemeinen Grundsätzen anfechtbar.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 64/18b
Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 64/18b
Veröff: SZ 2018/52
- 2 Ob 206/18k
Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 206/18k
Auch
- 2 Ob 99/19a
Entscheidungstext OGH 25.07.2019 2 Ob 99/19a
Vgl
- 2 Ob 53/19m
Entscheidungstext OGH 30.04.2020 2 Ob 53/19m
vgl; Beisatz: Hier: Beschluss über nach Errichtung des Inventars gestellten Antrag auf Aufnahme bestimmter Sachen in das Inventar. (T1)
Anm: Veröff: SZ 2020/41
- 2 Ob 200/20f
Entscheidungstext OGH 27.11.2020 2 Ob 200/20f
Vgl
- 2 Ob 19/20p
Entscheidungstext OGH 18.12.2020 2 Ob 19/20p
Vgl; Beisatz: Anfechtbare Beschlüsse des Verlassenschaftsgerichts können erst aufgrund von Anträgen ergehen, die nach Errichtung des Inventars gestellt werden. (T2)
- 2 Ob 84/21y
Entscheidungstext OGH 26.05.2021 2 Ob 84/21y
Vgl
- 2 Ob 74/21b
Entscheidungstext OGH 29.04.2021 2 Ob 74/21b
- 2 Ob 33/22z
Entscheidungstext OGH 16.03.2022 2 Ob 33/22z
Beis wie T2
- 2 Ob 86/22v
Entscheidungstext OGH 30.05.2022 2 Ob 86/22v
Vgl
- 2 Ob 84/23a
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.06.2023 2 Ob 84/23a
- 2 Ob 129/23v
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.07.2023 2 Ob 129/23v
- 2 Ob 189/23t
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.10.2023 2 Ob 189/23t
- 2 Ob 217/23k
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.11.2023 2 Ob 217/23k
Beisatz wie T2: Hier: Dies gilt auch für Beschlüsse über Anträge nach § 166 Abs 2 AußStrG bzw § 7a GKG, die zwar nach Errichtung eines "vorläufigen", aber vor Errichtung des "endgültigen" Inventars gestellt werden. (T3)
- 2 Ob 42/25b
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.04.2025 2 Ob 42/25b
Beisatz: Hier: Einantwortung vor der Zustellung des Inventars an einen Pflichtteilsberechtigten. (T4)
- 2 Ob 70/26x
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.05.2026 2 Ob 70/26x
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2018:RS0132172
Zuletzt aktualisiert am
07.09.2026
Dokumentnummer
JJR_20180626_OGH0002_0020OB00064_18B0000_001