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Rechtssatz RS0132692×

Rechtssatz RS0132692

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0132692

Entscheidungsdatum

17.03.2026

Rechtssatz

Mehrere Begehungsformen eines alternativen Mischdelikts können - weil sie eine strafbare Handlung bilden - nicht in (Konkurrenz oder) Scheinkonkurrenz zueinander stehen.

Verschafft sich der Täter eine verpönte Darstellung (als Tatobjekt des Paragraph 207 a, Absatz 3, erster Satz StGB) und besitzt er sie anschließend, wird diese  - eine strafbare Handlung begründende - eine Tat demnach bis zu dem Zeitpunkt begangen (Paragraph 67, Absatz eins, StGB), in dem der Besitz endet.

Erstreckt sich die Tat über den zeitlichen Geltungsbereich verschiedener Normenlagen, ist das für den Günstigkeitsvergleich (Paragraph 61, StGB) maßgebliche Tatzeitrecht jenes, das zu dem Zeitpunkt in Geltung stand, als sie zuletzt begangen wurde.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 60/19m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 11 Os 60/19m
  • 13 Os 71/19v
    Entscheidungstext OGH 13.11.2019 13 Os 71/19v
    Beisatz: Nur: Alternative - also rechtlich gleichwertige - Tatbestandsvarianten können nicht in (Konkurrenz oder) Scheinkonkurrenz zueinander stehen. (T1)
  • 12 Os 145/24a
    Entscheidungstext OGH 29.01.2025 12 Os 145/24a
    vgl
  • 11 Os 150/24d
    Entscheidungstext OGH 01.04.2025 11 Os 150/24d
    vgl
  • 11 Os 13/25h
    Entscheidungstext OGH 06.05.2025 11 Os 13/25h
    vgl
  • 11 Os 59/25y
    Entscheidungstext OGH 09.09.2025 11 Os 59/25y
    vgl
  • 14 Os 71/25k
    Entscheidungstext OGH 04.09.2025 14 Os 71/25k
    vgl
  • 14 Os 8/26x
    Entscheidungstext OGH 17.03.2026 14 Os 8/26x
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132692

Im RIS seit

07.08.2019

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20190625_OGH0002_0110OS00060_19M0000_002