Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Kurztitel
Kosmetik – Analysenverordnung
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 95/1995Bundesgesetzblatt Nr. 95 aus 1995,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
Anl. 13Anlage 13
Index
82/05 Lebensmittelrecht
Text
Anlage 13 BESTIMMUNG VON METHANOL IM VERHÄLTNIS ZU ÄTHANOL ODER PROPANOL-2
ANWENDUNGSBEREICH
Diese Methode beschreibt die gaschromatographische Bestimmung von Methanol in allen kosmetischen Mitteln (einschließlich Aerosolen).
Es können relative Mengen von 0 bis 10 % bestimmt werden.
DEFINITION
Der Gehalt an Methanol, der mit dieser Methode bestimmt wird, ist in % (M/M) Methanol, bezogen auf Äthanol oder Propanol-2 anzugeben.
PRINZIP
Die Bestimmung wird mit Gaschromatographie durchgeführt.
REAGENZIEN
Es sind analysenreine Reagenzien zu verwenden.
Chloroform, durch Waschen mit Wasser von Alkoholen befreit
Gaschromatograph mit Katharometer-Detektor (für Aerosol-Proben)
Gaschromatograph mit Flammen-Ionisationsdetektor (für Nicht-Aerosol-Proben)
Pipetten 2 ml, 20 ml, 0 bis 1,0 ml
Injektionsspritzen 0 bis 100

l und 0 bis 5

l (nur für Aerosol-Proben): gasdichte Spezial-Kolbenspritze
6.1.1.6 Punkt eins Punkt eins
Aerosolprodukte werden gemäß Anlage 2 behandelt und anschließend gaschromatographisch nach 6.2.1 bestimmt.
6.1.2.6 Punkt eins Punkt 2
Die gemäß Anlage 2 behandelten Nicht-Aerosolprodukte werden mit Wasser auf einen Gehalt von 1 bis 2 % Äthanol oder Propanol-2 verdünnt und dann gaschromatographisch gemäß den Bedingungen von 6.2.2 bestimmt.
6.2.1.6 Punkt 2 Punkt eins
Für Aerosolproben ist der Katharometer-Detektor zu verwenden.
6.2.1.1.6 Punkt 2 Punkt eins Punkt eins
Als Säulenfüllung ist 10 % Hallcomid M 18 auf Chromosorb W AW 100–120 mesh zu verwenden.
6.2.1.2.6 Punkt 2 Punkt eins Punkt 2
Die Auflösung R muß gleich oder besser als 1,5 sein.

r1 und r2 | = | Retentionszeit von 2 Peaks in Minuten, |
W1 und W2 | = | Breite derselben Peaks bei halber Peakhöhe, |
d' | = | Papiervorschub in mm/min. |
| | |
6.2.1.3.6 Punkt 2 Punkt eins Punkt 3
Die Auflösung kann beispielsweise unter folgenden Bedingungen erzielt werden:
Säulenmaterial: | rostfreier Stahl |
Säulenlänge: | 3,5 m |
Säulendurchmesser: | 3 mm |
Katharometerstrom: | 150 mA |
Trägergas: | Helium |
Druck: | 2,5 bar |
Strömung: | 45 ml/Min |
Temperatur | |
| Injektor: | 150 °C |
| Detektor: | 150 °C |
| Säulenraum: | 65 °C |
| | |
Für andere als Aerosolproben ist der Flammenionisationsdetektor zu verwenden.
6.2.2.1.6 Punkt 2 Punkt 2 Punkt eins
Als Säulenfüllung ist Chromosorb 105 auf Porapak QS zu verwenden.
6.2.2.2.6 Punkt 2 Punkt 2 Punkt 2
Die Auflösung R muß gleich oder besser als 1,5 sein.

r1 und r2 | = | Retentionszeit von 2 Peaks in Minuten, |
W1 und W2 | = | Breite derselben Peaks bei halber Peakhöhe, |
d' | = | Papiervorschub in mm/min. |
| | |
6.2.2.3.6 Punkt 2 Punkt 2 Punkt 3
Die Auflösung kann beispielsweise unter folgenden Bedingungen erzielt werden:
Säulenmaterial: | rostfreier Stahl |
Säulenlänge: | 2 m |
Säulendurchmesser: | 3 mm |
Elektrometerempfindlichkeit: | 8 x 10–10 A |
Trägergas: | Stickstoff |
Druck: | 2,1 bar |
Strömung: | 40 ml/min |
Brenngas: | Wasserstoff |
Strömung: | 20 ml/min |
Temperatur | |
| Injektor: | 150 °C |
| Detektor: | 230 °C |
| Ofenraum: | 120–130 °C |
| | |
Für die gaschromatographischen Bedingungen nach 6.2.1 (Hallcomid-M-18-Säule) sind folgende Standardmischungen zu verwenden. Diese Mischungen sind durch Messungen mit Pipetten herzustellen. Die genaue Menge wird durch sofortiges Wiegen nach jedem Zusatz festgestellt.
Relative Konzentration %Relative, Konzentration, % | Methanol mlMethanol, ml | Äthanol ml (oder Propanol-2)Äthanol ml, (oder, Propanol-2) | Zusatz von Chloroform bis zu einem Volumen vonZusatz von Chloroform bis, zu einem Volumen von |
2,5 % ungefähr | 0,5 | 20 | 100 ml |
5,0 % ungefähr | 1,0 | 20 | 100 ml |
7,5 % ungefähr | 1,5 | 20 | 100 ml |
10,0 % ungefähr | 2,0 | 20 | 100 ml |
| | | |
2 bis 3

l n GC injizieren gemäß Bedingungen nach 6.2.1. Berechne das Peakflächenverhältnis (Methanol/Äthanol) oder (Methanol/Propanol-2) jeder Mischung und trage es in das Eichdiagramm ein.
X–Achse:Ziffer römisch zehn –, A, c, h, s, e, :
% Methanol im Verhältnis zu Äthanol oder Propanol-2;
Peakflächenverhältnis (Methanol/Äthanol) oder (Methanol/Propanol-2).
Für die GC-Bedingungen nach 6.2.2 (Porapak QS oder Chromosorb 105) sind folgende Standardmischungen zu verwenden. Diese Mischungen sind durch Messungen mit einer Injektionsspritze und Pipette herzustellen. Die genaue Menge wird durch sofortiges Wiegen nach jedem Zusatz eingestellt.
Relative Konzentration %Relative, Konzentration, % | Methanol
lMethanol, ris-attachment://image003.pngl | Äthanol ml (oder Propanol-2)Äthanol ml, (oder, Propanol-2) | Zusatz von Wasser bis zu einem Volumen vonZusatz von Wasser, bis zu einem, Volumen von |
2,5 % ungefähr | 50 | 2 | 100 ml |
5,0 % ungefähr | 100 | 2 | 100 ml |
7,5 % ungefähr | 150 | 2 | 100 ml |
10,0 % ungefähr | 200 | 2 | 100 ml |
| | | |
2 bis 3

l gemäß Bedingungen nach 6.2.2 injizieren. Peakflächenverhältnis (Methanol/Äthanol) oder (Methanol/Propanol-2) jeder Mischung berechnen. In Eichdiagramm eintragen:
X–Achse:Ziffer römisch zehn –, A, c, h, s, e, :
% Methanol im Verhältnis zu Äthanol oder Propanol-2;
Peakflächenverhältnis (Methanol/Äthanol) oder (Methanol/Propanol-2).
Die Eichkurve muß eine Gerade sein.
WIEDERHOLBARKEIT (1)
Bei einem Gehalt an Methanol oder Propanol-2 von 5 % bezogen auf Äthanol darf der Unterschied zwischen Doppelbestimmungen 0,25% nicht überschreiten.
_____________
(1) Siehe Norm ISO 5725.
Zuletzt aktualisiert am
09.05.2017
Dokumentnummer
NOR12138657
Alte Dokumentnummer
N8199547964J