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Anl. 25

Fassungen
ab 01.03.1995 — BGBl. Nr. 95/1995 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
Anl. 25 heute01.03.1995 BGBl. Nr. 95/1995 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Kurztitel

Kosmetik – Analysenverordnung

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 95 aus 1995,

Typ

römisch fünf

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage 25

Inkrafttretensdatum

01.03.1995BGBl. Nr. 95/1995

Außerkrafttretensdatum

Index

82/05 Lebensmittelrecht

Text

Anlage 25 QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON CHLORBUTANOL

  1. Ziffer eins
    ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH
    Diese Methode eignet sich für die Bestimmung von Chlorbutanol bis zu einer Höchstkonzentration von 0,5 % (m/m) in allen kosmetischen Mitteln (mit Ausnahme von Aerosolen).
  2. Ziffer 2
    DEFINITION
    Der nach dieser Methode bestimmte Gehalt an Chlorbutanol wird als Massenprozent (% m/m) des Produktes angegeben.
  3. Ziffer 3
    PRINZIP
    Nach geeigneter Behandlung des zu untersuchenden Stoffes wird die Bestimmung durch Gaschromatographie in Gegenwart von 2,2,2-Trichlorethanol als internem Standard durchgeführt.
  4. Ziffer 4
    REAGENZIEN
    Alle Reagenzien müssen analysenrein sein.
  5. 4 Punkt eins
    Chlorbutanol (1,1,1-Trichlor-2-methyl-propan-2-ol,Hemihydrat)
  6. 4 Punkt 2
    2,2,2-Trichlorethanol
  7. 4 Punkt 3
    Ethanol absolut
  8. 4 Punkt 4
    Standardlösung von Chlorbutanol: 0,025 g in 100 ml Ethanol (4.3)
  9. 4 Punkt 5
    Interne Standardlösung von 2,2,2-Trichlorethanol: 0,004 g in 100 ml Ethanol (4.3)
  10. Ziffer 5
    GERÄTE
  11. 5 Punkt eins
    Übliches Laborgerät
  12. 5 Punkt 2
    Gaschromatograph mit 63Ni-Elektroneneinfangdetektor
  13. Ziffer 6
    VERFAHREN
  14. 6 Punkt eins
    Vorbereitung der Proben: Zwischen 0,1 g und 0,3 g der Probe (p g) in einen 100-ml-Meßkolben genau einwägen. In Ethanol (4.3) lösen, 1 ml der internen Standardlösung (4.5) hinzufügen und mit Ethanol auffüllen.
  15. 6 Punkt 2
    Gaschromatographie-Bedingungen
  16. 6 Punkt 2 Punkt eins
    Die Bedingungen müssen so gewählt sein, daß der Auflösungsfaktor R 1,5 ist

R1 und R2

=

Retentionszeiten von 2 Peaks in min

W1 und W2

=

Breite derselben Peaks bei halber Peakhöhe in mm

d'

=

Papiervorschub in mm/min

  1. 6 Punkt 2 Punkt 2
    Folgende Verfahrensbedingungen führen zu den gewünschten Ergebnissen:

Säule

römisch eins

römisch zwei

Typ:

Glassäule

Edelstahlsäule

Länge:

1,80 m

3 m

Innendurchmesser:

3 mm

3 mm

Stationäre Phase:

10% Carbowax

5% OV 17 auf

 

20 M TPA auf Gaschrom

Chromsorb WAW

 

Q 80-100 mesh

DMCS 80-100 mesh

Konditionierung:

2-3 Tage bei 190 °C

 

Temperatur:

 

 

– Injektor:

200 °C

150 °C

– Säule:

150 °C

100 °C

– Detektor:

200 °C

150 °C

Trägergas:

Stickstoff

Argon-Methan (95/5 v/v)

Durchsatz:

35 ml/min

32 ml/min

  1. 6 Punkt 3
    Eichkurve
    Zur Herstellung der Standardlösungen werden in fünf 100-ml-Meßkolben jeweils 1 ml interne Standardlösung (4.5) gegeben, 0,20; 0,30; 0,40; 0,50 bzw. 0,60 ml der Chlorbutanol-Standardlösung (4.4) hinzugefügt und mit Ethanol (4.3) aufgefüllt.
    Jeweils 1 l von jeder dieser Lösungen werden unter den in 6.2.2 beschriebenen Arbeitsbedingungen in den Gaschromatographen injiziert. Man erstellt eine Eichkurve, indem das Massenverhältnis Chlorbutanol/2,2,2-Trichlorethanol als Abszisse gegen das Verhältnis der entsprechenden Peakflächen als Ordinate aufgetragen wird.
  2. 6 Punkt 4
    1 l der nach 6.1 gewonnenen Lösung injizieren und unter gleichen Bedingungen (6.2.2) weiterverfahren.
  3. Ziffer 7
    BERECHNUNG
  4. 7 Punkt eins
    Berechne aus der Eichkurve (6.3) die Chlorbutanolkonzentration, ausgedrückt in g Chlorbutanol der Lösung 6.1 (a g).
  5. 7 Punkt 2
    Der Chlorbutanolgehalt der Probe (% m/m) wird errechnet nach der Formel:

  1. Ziffer 8
    WIEDERHOLBARKEIT (1)
    Bei einem Chlorbutanolgehalt von 0,5% (m/m) darf der Unterschied zwischen zwei an der gleichen Probe durchgeführten Bestimmungen 0,01% nicht überschreiten. Bemerkung Wenn das Ergebnis gleich oder höher ist als die erlaubte Höchstkonzentration, muß das Fehlen von Interferenzen geprüft werden.

_____________

(1) Nach der Norm ISO 5725.

Zuletzt aktualisiert am

09.05.2017

Gesetzesnummer

10010899

Dokumentnummer

NOR12138669

Alte Dokumentnummer

N8199547976J