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§ 32 Allg GAG

Fassungen
ab 11.06.1955 — BGBl. Nr. 39/1955
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
§ 32 heute11.06.1955 § → § BGBl. Nr. 39/1955
§ 3207.04.193010.06.1955 BGBl. Nr. 2/1930 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Kurztitel

Allgemeines Grundbuchsanlegungsgesetz

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 2 aus 1930, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Nr. 39 aus 1955,

Typ

BG

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 32

Inkrafttretensdatum

11.06.1955BGBl. Nr. 39/1955

Außerkrafttretensdatum

Abkürzung

Allg GAG

Index

20/11 Grundbuch

Text

Paragraph 32,

  1. Absatz eins,In die Grundbuchseinlagen der Liegenschaften, die schon in einem Grundbuch eingetragen waren, sind die diese Liegenschaften betreffenden Eintragungen aufzunehmen, soweit sie aus dem Grundbuche selbst, durch urschriftlich oder in beglaubigter Abschrift vorliegende Grundbuchsauszüge, Gerichtsbeschlüsse oder Urkunden, auf Grund deren eine bücherliche Eintragung erfolgte, oder in anderer Weise nachgewiesen sind und durch das Ergebnis der Erhebungen keine Änderung erfahren haben.
  2. Absatz 2,Gegenstandslose, unvollständige oder unverständliche Eintragungen sowie Eintragungen, die ihrem Gegenstande nach offenbar den Vorschriften des allgemeinen Grundbuchsgesetzes nicht entsprechen, sind nicht aufzunehmen. Das gleiche gilt von den bereits gelöschten Eintragungen, es sei denn, daß sie für das Bestehen, für den Rang, für die Übersichtlichkeit oder für die Verständlichkeit bestehender Eintragungen von Bedeutung sind, ferner von Hypothekarforderungen, bei denen die Bedingungen der Amortisation (Paragraph 118, G. B. G.) gegeben sind, wenn der Verpflichtete dies rechtzeitig beantragt.
  3. Absatz 3,Rechte und Tatsachen, die sich aus Urkunden ergeben, die zum Zwecke des Erwerbes dinglicher Rechte an nicht verbücherten Liegenschaften hinterlegt wurden, sind in die Grundbuchseinlagen von Amts wegen einzutragen, soweit sie dem zur Zeit des Einlangens maßgebenden Grundbuchsstand entsprechen, durch das Ergebnis der Erhebungen keine Änderung erfahren haben und sich kein früher unbekanntes Hindernis hinsichtlich persönlicher Beschränkungen der bei der Eintragung beteiligten Personen ergibt. Eine weitere Prüfung im Sinne des Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 2 bis 4 GBG 1955 findet hiebei nicht statt. Für den Rang ist das Einlangen des Antrages auf Hinterlegung maßgebend.

Anmerkung

1. Zu den gegenstandslosen Eintragungen (Abs. 2) vgl. §§ 131 ff. GBG 1955, BGBl. Nr. 39/1955.
2. Die auf den § 118 GBG bezügliche Bestimmung (Abs. 2) ist wegen dessen Aufhebung durch die Verordnung, dRGBl. I S 37/1942, gegenstandslos.

Schlagworte

Allgemeines Grundbuchsgesetz 1955

Zuletzt aktualisiert am

22.06.2026

Gesetzesnummer

10001786

Dokumentnummer

NOR12023738

Alte Dokumentnummer

N2193012053R

European Legislation Identifier (ELI)

https://ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1930/2/P32/NOR12023738