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BGBl. Nr. 605/1987

kundgemacht 22.12.1987 RIS↗Parlament↗
605. Bundesgesetz: Strafrechtsänderungsgesetz 1987
Bundesgesetz vom 25. November 1987, mit dem das Strafgesetzbuch, die Strafprozeßordnung, das Strafvollzugsgesetz, das Strafvollzugsanpassungsgesetz, das Einführungsgesetz zum Strafvollzugsgesetz, das Bewährungshilfegesetz, die Bewährungshilfegesetznovelle 1980, das Tilgungsgesetz 1972, das Strafregistergesetz 1968, das Gesetz zum Schutze der persönlichen Freiheit, das Militärstrafgesetz, das Geschwornen- und Schöffenlistengesetz, das Datenschutzgesetz, das Ausfuhrverbotsgesetz, das Devisengesetz, das Nationalbankgesetz 1984, das Außenhandelsgesetz 1984 und das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz geändert werden (Strafrechtsänderungsgesetz 1987)
Kundmachung BGBl. Nr. 605/1987× zu ××

Änderungen durch diese Kundmachung

Strafprozeßordnung 1975 (StPO) 91 § 0↗RIS↗
§ 14neu
in Kraft 01.03.1988 – 31.12.1993 · idF BGBl. Nr. 605/1987 · danach: BGBl. Nr. 526/1993 § 14↗RIS↗

römisch drei. Geschwornengerichte

Paragraph 14,

  1. Absatz eins,Den nach den Bestimmungen des römisch neunzehn. Hauptstückes beim Gerichtshof erster Instanz zusammenzusetzenden Geschwornengerichten obliegt die Hauptverhandlung und Urteilsfällung wegen folgender Verbrechen und Vergehen:
    1. Ziffer eins
      Überlieferung an eine ausländische Macht (Paragraph 103, StGB),
    2. Ziffer 2
      Hochverrat (Paragraph 242, StGB) und Vorbereitung eines Hochverrats (Paragraph 244, StGB),
    3. Ziffer 3
      Staatsfeindliche Verbindungen (Paragraph 246, StGB),
    4. Ziffer 4
      Herabwürdigung des Staates und seiner Symbole (Paragraph 248, StGB),
    5. Ziffer 5
      Angriffe auf oberste Staatsorgane (Paragraphen 249 bis 251 StGB),
    6. Ziffer 6
      Landesverrat (Paragraphen 252 bis 258 StGB),
    7. Ziffer 7
      Bewaffnete Verbindungen (Paragraph 279, StGB),
    8. Ziffer 8
      Ansammeln von Kampfmitteln (Paragraph 280, StGB),
    9. Ziffer 9
      Störung der Beziehungen zum Ausland (Paragraphen 316 bis 320 StGB),
    10. Ziffer 10
      Aufforderung zu mit Strafe bedrohten Handlungen und Gutheißung mit Strafe bedrohter Handlungen (Paragraph 282, StGB) sowie Unterlassung der Verhinderung einer mit Strafe bedrohten Handlung (Paragraph 286, StGB), wenn die Tat mit Beziehung auf eine der unter Ziffer eins bis 9 angeführten strafbaren Handlungen begangen worden ist,
    11. Ziffer 11
      alle anderen Verbrechen, die mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit einer zeitlichen Freiheitsstrafe, deren Untergrenze nicht weniger als fünf Jahre und deren Obergrenze mehr als zehn Jahre beträgt, bedroht sind.
  2. Absatz 2,Die Bestimmungen des Paragraph 13, Absatz 3 und 4 sind auf die im geschwornengerichtlichen Verfahren außerhalb der Hauptverhandlung zu fassenden Beschlüsse und auf die Geschwornen sinngemäß anzuwenden, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

    Bundesgesetzblatt Nr. 423 aus 1974,, Artikel römisch eins, Ziffer 7,)