Gründe:
Annemarie H***** wurde am 6. April 1998 in Frankreich auf Grund des Haftbefehles des Landesgerichtes Wiener Neustadt vom 9. März 1998, GZ 31 Vr 570/97-14 und 20, festgenommen und dort in Auslieferungshaft genommen (S 229 ff, 239, 249 ff/I). Dem Haftbefehl lag der dringende Verdacht des Verbrechens des in sieben Angriffen begangenen schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs 3 StGB zugrunde.Annemarie H***** wurde am 6. April 1998 in Frankreich auf Grund des Haftbefehles des Landesgerichtes Wiener Neustadt vom 9. März 1998, GZ 31 römisch fünf r 570/97-14 und 20, festgenommen und dort in Auslieferungshaft genommen (S 229 ff, 239, 249 ff/I). Dem Haftbefehl lag der dringende Verdacht des Verbrechens des in sieben Angriffen begangenen schweren Betruges nach Paragraphen 146, 147, Absatz 3, StGB zugrunde.
Am 10. Juli 1998 erließ das Landesgericht Wiener Neustadt gegen die Genannte einen ergänzenden internationalen Haftbefehl wegen 23 weiterer versuchter bzw vollendeter Betrugstaten mit einem Schaden in der Höhe mehrerer Millionen Schilling (GZ 31 Vr 570/97-53, S 27 ff/III). Die Voruntersuchung war am 24. Juni 1998 auf diese Fakten ausgedehnt worden (S 3h/I).Am 10. Juli 1998 erließ das Landesgericht Wiener Neustadt gegen die Genannte einen ergänzenden internationalen Haftbefehl wegen 23 weiterer versuchter bzw vollendeter Betrugstaten mit einem Schaden in der Höhe mehrerer Millionen Schilling (GZ 31 römisch fünf r 570/97-53, S 27 ff/III). Die Voruntersuchung war am 24. Juni 1998 auf diese Fakten ausgedehnt worden (S 3h/I).
Nach ihrer Überstellung nach Österreich am 18. Februar 1999 (S 375/III) wurde über Annemarie H***** am 20. Februar 1999 die Untersuchungshaft verhängt (S 399 ff/III); am 4. März 1999 wurde sie im Anschluss an eine Haftverhandlung unter Anwendung gelinderer Mittel und nach Erlag einer Sicherheitsleistung enthaftet (S 435/III).
Mit Urteil des Landesgerichtes Wiener Neustadt vom l6. März 2001, GZ 40 Vr 570/97-185, wurde Annemarie H***** hinsichtlich zweier Fakten des Vergehens des Betruges nach § 146 StGB (Gesamtschaden: 14.729,48 S) sowie des Vergehens der Unterschlagung nach § 134 Abs 1 und Abs 3 StGB (Schaden: 6.872,94 DM) schuldig erkannt. Diese Taten waren nicht vom (der Verhaftung zugrunde liegenden ersten) Haftbefehl vom 9. März 1998, aber vom ergänzenden Haftbefehl vom 10. Juli 1998 erfasst. Vom weitaus überwiegenden Teil der Anklagevorwürfe wurde Annemarie H***** rechtskräftig freigesprochen.Mit Urteil des Landesgerichtes Wiener Neustadt vom l6. März 2001, GZ 40 römisch fünf r 570/97-185, wurde Annemarie H***** hinsichtlich zweier Fakten des Vergehens des Betruges nach Paragraph 146, StGB (Gesamtschaden: 14.729,48 S) sowie des Vergehens der Unterschlagung nach Paragraph 134, Absatz eins und Absatz 3, StGB (Schaden: 6.872,94 DM) schuldig erkannt. Diese Taten waren nicht vom (der Verhaftung zugrunde liegenden ersten) Haftbefehl vom 9. März 1998, aber vom ergänzenden Haftbefehl vom 10. Juli 1998 erfasst. Vom weitaus überwiegenden Teil der Anklagevorwürfe wurde Annemarie H***** rechtskräftig freigesprochen.
In teilweiser Stattgebung der von Annemarie H***** erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde hob der Oberste Gerichtshof mit Urteil vom 2. August 2001, GZ 12 Os 55/01-6 (ON 191), das erwähnte Urteil im Schuldspruch wegen des Vergehens der Unterschlagung auf und verwies die Strafsache in diesem Umfang zu neuer Verhandlung und Entscheidung an den Einzelrichter des Landesgerichtes Wiener Neustadt zurück. Mit dessen rechtskräftigem Urteil vom 21. Dezember 2001, GZ 39 E Hv 528/01w-200, wurde Annemarie H***** schließlich des Vergehens der Unterschlagung nach § 134 Abs 1 und Abs 3 StGB schuldig erkannt und unter Berücksichtigung des in Rechtskraft erwachsenen Schuldspruchs wegen § 146 StGB zu einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je 100 S, im Fall der Uneinbringlichkeit zu 120 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt. Die Vorhaft vom 6. April 1998, 18.00 Uhr, bis 4. März 1999, 10.00 Uhr, wurde auf die Strafe angerechnet.In teilweiser Stattgebung der von Annemarie H***** erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde hob der Oberste Gerichtshof mit Urteil vom 2. August 2001, GZ 12 Os 55/01-6 (ON 191), das erwähnte Urteil im Schuldspruch wegen des Vergehens der Unterschlagung auf und verwies die Strafsache in diesem Umfang zu neuer Verhandlung und Entscheidung an den Einzelrichter des Landesgerichtes Wiener Neustadt zurück. Mit dessen rechtskräftigem Urteil vom 21. Dezember 2001, GZ 39 E Hv 528/01w-200, wurde Annemarie H***** schließlich des Vergehens der Unterschlagung nach Paragraph 134, Absatz eins und Absatz 3, StGB schuldig erkannt und unter Berücksichtigung des in Rechtskraft erwachsenen Schuldspruchs wegen Paragraph 146, StGB zu einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je 100 S, im Fall der Uneinbringlichkeit zu 120 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt. Die Vorhaft vom 6. April 1998, 18.00 Uhr, bis 4. März 1999, 10.00 Uhr, wurde auf die Strafe angerechnet.
Am 10. Dezember 2002 stellte Annemarie H***** beim Landesgericht Wiener Neustadt den Antrag, durch Beschluss festzustellen, dass ihr für die durch die erlittene Haft entstandenen vermögensrechtlichen Nachteile gemäß § 2 Abs 1 lit a StEG, in eventu gemäß § 2 Abs 1 lit b StEG ein Ersatzanspruch gegen den Bund zustehe (S 173 ff/V). Zur Entscheidung über diesen Antrag wurde der Akt dem Oberlandesgericht Wien vorgelegt, das den Akt dem Landesgericht Wiener Neustadt vorerst zur Entscheidung über den auf § 2 Abs 1 lit b StEG gestützten, auch amtswegig zu prüfenden Antrag der Annemarie H***** zurückstellte (S 179/V).Am 10. Dezember 2002 stellte Annemarie H***** beim Landesgericht Wiener Neustadt den Antrag, durch Beschluss festzustellen, dass ihr für die durch die erlittene Haft entstandenen vermögensrechtlichen Nachteile gemäß Paragraph 2, Absatz eins, Litera a, StEG, in eventu gemäß Paragraph 2, Absatz eins, Litera b, StEG ein Ersatzanspruch gegen den Bund zustehe (S 173 ff/V). Zur Entscheidung über diesen Antrag wurde der Akt dem Oberlandesgericht Wien vorgelegt, das den Akt dem Landesgericht Wiener Neustadt vorerst zur Entscheidung über den auf Paragraph 2, Absatz eins, Litera b, StEG gestützten, auch amtswegig zu prüfenden Antrag der Annemarie H***** zurückstellte (S 179/V).
Die Ratskammer des Landesgerichtes Wiener Neustadt führte am 26. Februar 2003 in Gegenwart der Antragstellerin und eines Vertreters der Staatsanwaltschaft eine öffentliche Verhandlung über den geltend gemachten Anspruch auf Haftentschädigung durch, die auf unbestimmte Zeit vertagt wurde (S 181 ff/V). Nachdem das Oberlandesgericht Wien am 15. Juli 2003 die Entscheidung des Landesgerichtes Wiener Neustadt urgiert hatte (S 185a/V), wies dieses mit einem durch einen Senat von drei Richtern gefassten Beschluss vom 21. Juli 2003, GZ 39 Hv 528/01w-209, den Antrag der Annemarie H*****, ihr für die in der Zeit vom 6. April 1998, 18.00 Uhr, bis zum 4. März 1999, 10.00 Uhr, erlittene strafgerichtliche Anhaltung einen Ersatz gemäß § 2 Abs 1 lit b StEG zu gewähren, ab (S 187 ff/V). Zur Begründung führte es aus, dass eine Haftentschädigung nur dann gewährt werden könne, wenn ein gänzlicher Freispruch von allen Fakten, deretwegen die Haft verhängt worden war, erfolgt ist. Der der Staatsanwaltschaft durch Übermittlung des Aktes am 22. Juli 2003 und der Annemarie H***** zu eigenen Handen durch Hinterlegung am 24. Juli 2003 zugestellte Beschluss (S 195/V) erwuchs in Rechtskraft.Die Ratskammer des Landesgerichtes Wiener Neustadt führte am 26. Februar 2003 in Gegenwart der Antragstellerin und eines Vertreters der Staatsanwaltschaft eine öffentliche Verhandlung über den geltend gemachten Anspruch auf Haftentschädigung durch, die auf unbestimmte Zeit vertagt wurde (S 181 ff/V). Nachdem das Oberlandesgericht Wien am 15. Juli 2003 die Entscheidung des Landesgerichtes Wiener Neustadt urgiert hatte (S 185a/V), wies dieses mit einem durch einen Senat von drei Richtern gefassten Beschluss vom 21. Juli 2003, GZ 39 Hv 528/01w-209, den Antrag der Annemarie H*****, ihr für die in der Zeit vom 6. April 1998, 18.00 Uhr, bis zum 4. März 1999, 10.00 Uhr, erlittene strafgerichtliche Anhaltung einen Ersatz gemäß Paragraph 2, Absatz eins, Litera b, StEG zu gewähren, ab (S 187 ff/V). Zur Begründung führte es aus, dass eine Haftentschädigung nur dann gewährt werden könne, wenn ein gänzlicher Freispruch von allen Fakten, deretwegen die Haft verhängt worden war, erfolgt ist. Der der Staatsanwaltschaft durch Übermittlung des Aktes am 22. Juli 2003 und der Annemarie H***** zu eigenen Handen durch Hinterlegung am 24. Juli 2003 zugestellte Beschluss (S 195/V) erwuchs in Rechtskraft.