Begründung:
In der eigenhändig geschriebenen und unterschriebenen letztwilligen Anordnung vom 26. 8. 1973 setzte der Erblasser seine Ehegattin A***** zur Universalerbin ein und verfügte im nächsten Absatz: „Im Falle eines vor- oder gleichzeitigen als auch nachzeitlichen Todes meiner Gattin bestimme ich einvernehmlich mit ihr, daß alles an unsere Nichten und Neffen P***** und C***** S*****, H*****, P*****, I*****, A***** und C***** P*****, W***** P*****, M*****, P***** und G***** O***** zu gleichen Teilen gehen solle“.
Die erblasserische Witwe erklärte, daß die vorangeführte Bestimmung ihrer Meinung nach keine fideikommissarische Substition darstelle und nur für den Fall aufgenommen worden sei, als sie und der Erblasser zum Beispiel bei einem Autounfall ums Leben kommen sollten und sie selbst knapp nach ihrem Mann verstorben wäre, welcher Meinung sich auch die Neffen P***** P*****, W***** P***** und G***** O***** sowie die Nichten M***** O***** und P***** R***** anschlossen, während die übrigen Nichten und Neffen, nämlich C***** und P***** S*****, I***** M*****, geborene P*****, C***** P*****, H***** und A***** P*****, in der angeführten Bestimmung die Anordnung einer fideikommissarischen Substitution im Sinne des § 608 ABGB erblickten.Die erblasserische Witwe erklärte, daß die vorangeführte Bestimmung ihrer Meinung nach keine fideikommissarische Substition darstelle und nur für den Fall aufgenommen worden sei, als sie und der Erblasser zum Beispiel bei einem Autounfall ums Leben kommen sollten und sie selbst knapp nach ihrem Mann verstorben wäre, welcher Meinung sich auch die Neffen P***** P*****, W***** P***** und G***** O***** sowie die Nichten M***** O***** und P***** R***** anschlossen, während die übrigen Nichten und Neffen, nämlich C***** und P***** S*****, I***** M*****, geborene P*****, C***** P*****, H***** und A***** P*****, in der angeführten Bestimmung die Anordnung einer fideikommissarischen Substitution im Sinne des Paragraph 608, ABGB erblickten.
Die erblasserische Witwe gab aus dem Titel des Testaments vom 26. 8. 1983 die unbedingte Erbserklärung zum gesamten Nachlaß ab.
Das Erstgericht nahm unter Punkt 1.) diese Erbserklärung, weiters unter Punkt 2.) verschiedene Bevollmächtigungen zur Kenntnis und verwies unter Punkt 3.) alle oben angeführten Neffen und Nichten zur Klärung der Frage, ob die letztwillige Verfügung des Erblassers vom 26. 8. 1983 die Anordnung einer Nacherbschaft enthält, auf den Rechtsweg. Dem gegen Punkt 3.) unter anderem von der mj. C***** P***** erhobenen Rekurs, mit welchem sie beantragte, der erblasserischen Witwe die Klägerrolle zuzuweisen, gab das Rekursgericht nicht Folge. Das Gericht zweiter Instanz führte folgendes aus:
Die Auslegungsregel des § 614 ABGB gelte dem Wortlaut nach für die Bestimmung der Art und des Umfanges einer bestehenden Substitution, sie sei aber auch entsprechend anzuwenden, wenn – wie im Anlaßfall – zweifelhaft ist, ob überhaupt eine Substitution angeordnet wurde. Die Zweifel seien zwar zunächst im Verlassenschaftsverfahren zu klären, doch wenn dies, wie hier, nicht gelingt, entscheide endgültig der Streitrichter. Im Streit um das Bestehen oder Nichtbestehen der fideikommissarischen Substitution komme der erblasserischen Witwe jedenfalls die Stellung der Vorerbin zu, sie sei daher insofern Trägerin des stärkeren Titels. Das Erstgericht habe daher zutreffend ausgesprochen, daß die vom Erblasser angeführten Neffen und Nichten diejenige Beschränkung des Erbrechts der erblasserischen Witwe als Vorerbin zu beweisen haben werden, die sie aus dem Testamente des Erblassers ableiten.Die Auslegungsregel des Paragraph 614, ABGB gelte dem Wortlaut nach für die Bestimmung der Art und des Umfanges einer bestehenden Substitution, sie sei aber auch entsprechend anzuwenden, wenn – wie im Anlaßfall – zweifelhaft ist, ob überhaupt eine Substitution angeordnet wurde. Die Zweifel seien zwar zunächst im Verlassenschaftsverfahren zu klären, doch wenn dies, wie hier, nicht gelingt, entscheide endgültig der Streitrichter. Im Streit um das Bestehen oder Nichtbestehen der fideikommissarischen Substitution komme der erblasserischen Witwe jedenfalls die Stellung der Vorerbin zu, sie sei daher insofern Trägerin des stärkeren Titels. Das Erstgericht habe daher zutreffend ausgesprochen, daß die vom Erblasser angeführten Neffen und Nichten diejenige Beschränkung des Erbrechts der erblasserischen Witwe als Vorerbin zu beweisen haben werden, die sie aus dem Testamente des Erblassers ableiten.
In dem dagegen erhobenen außerordentlichen Revisionsrekurs stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, daß die Entscheidung des Rekursgerichtes offenbar gesetzwidrig sei, weil die Substitutionsanordnung unzweifelhaft ausgedrückt erscheine.