Rechtssatz RS0008071
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0008071
Geschäftszahl
2Ob572/50; 5Ob191/70; 3Ob517/84; 3Ob513/89; 3Ob1580/91; 7Ob161/99y; 1Ob18/00d (1Ob19/00a); 4Ob69/03f; 5Ob245/03w; 7Ob195/05k
Entscheidungsdatum
02.09.2005
Rechtssatz
Bestehen gegen das jüngere Testament gewichtige Bedenken (durch privates Gutachen festgestellte Fälschung), so haben die sich auf dieses Testament stützenden Erben einem älteren Testament gegenüber den schwächeren Titel.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 572/50
Entscheidungstext OGH 11.10.1950 2 Ob 572/50
SZ 23/285
- 5 Ob 191/70
Entscheidungstext OGH 09.09.1970 5 Ob 191/70
- 3 Ob 517/84
Entscheidungstext OGH 04.04.1984 3 Ob 517/84
Auch; NZ 1984,131
- 3 Ob 513/89
Entscheidungstext OGH 26.04.1989 3 Ob 513/89
- 3 Ob 1580/91
Entscheidungstext OGH 22.01.1992 3 Ob 1580/91
Auch; Beisatz: Oder wenn das angeblich jüngere nicht vorgelegt werden kann. (T1)
- 7 Ob 161/99y
Entscheidungstext OGH 09.06.1999 7 Ob 161/99y
Vgl aber; Beisatz: Hier: Älteres Testament zugunsten der Tochter und angeblich ungültiger (jüngerer) Testamentswiderruf in Händen der Mutter: Zuweisung der Klägerrolle an Tochter, weil die vorgelegten graphologischen Sachverständigengutachten noch nicht zwingend den Schluß zulassen, daß es sich beim Testamentswiderruf um eine Fälschung handelt. Es spricht daher der favor testamenti bis zum Beweis des Gegenteils für die Gültigkeit des Testamentswiderrufes. (T2)
- 1 Ob 18/00d
Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 18/00d
Auch; Beis wie T1
- 4 Ob 69/03f
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 69/03f
Auch
- 5 Ob 245/03w
Entscheidungstext OGH 21.10.2003 5 Ob 245/03w
Auch; Beisatz: Gleiches gilt, wenn bei zwei Testamenten das angeblich jüngere nicht im Original vorgelegt werden kann. (T3)
- 7 Ob 195/05k
Entscheidungstext OGH 02.09.2005 7 Ob 195/05k
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0008071
Dokumentnummer
JJR_19501011_OGH0002_0020OB00572_5000000_001