Rechtssatz RS0008111
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0008111
Geschäftszahl
2Ob312/54; 6Ob340/58; 6Ob262/59; 6Ob183/60; 7Ob622/86; 3Ob523/95; 7Ob591/95; 5Ob116/12p
Entscheidungsdatum
20.11.2012
Rechtssatz
Dem Fiskus muss freigestellt bleiben, ob er vom Heimfallsrecht Gebrauch machen will. Das Gericht darf ihm nicht gegen seinen Willen einen allenfalls sogar überschuldeten Nachlass aufhalsen.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 312/54
Entscheidungstext OGH 14.07.1954 2 Ob 312/54
SZ 27/201
- 6 Ob 340/58
Entscheidungstext OGH 07.01.1959 6 Ob 340/58
Beisatz: Bei Ablehnung einer Übernahme durch den Fiskus bleibt der Nachlass in gerichtlicher Verwahrung der reine Nachlass ist dann allenfalls als unbehobenes gerichtliches Verwahrnis zu behandeln. (T1)
- 6 Ob 262/59
Entscheidungstext OGH 16.09.1959 6 Ob 262/59
- 6 Ob 183/60
Entscheidungstext OGH 24.05.1960 6 Ob 183/60
Auch
- 7 Ob 622/86
Entscheidungstext OGH 11.09.1986 7 Ob 622/86
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Der Nachlass wird aber nicht herrenlos, sondern wird nach Liquidation letztlich gemäß § 4 des BG über die Einziehung gerichtlicher Verwarhnisse für den Bund eingezogen. (T2) = SZ 59/150
- 3 Ob 523/95
Entscheidungstext OGH 29.11.1995 3 Ob 523/95
nur: Dem Fiskus muss freigestellt bleiben, ob er vom Heimfallsrecht Gebrauch machen will. (T3)
- 7 Ob 591/95
Entscheidungstext OGH 13.03.1996 7 Ob 591/95
nur T3
- 5 Ob 116/12p
Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 116/12p
Auch; nur T3; Beisatz: Mit Stellung eines Ausfolgungsantrags des heimfallsberechtigten Staats und über Zuweisung des Nachlasses an ihn endet jedenfalls das Verlassenschaftsverfahren. (T4); Veröff: SZ 2012/122
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0008111
Zuletzt aktualisiert am
17.06.2015
Dokumentnummer
JJR_19540714_OGH0002_0020OB00312_5400000_001