Rechtssatz RS0008921
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0008921
Entscheidungsdatum
11.12.2003
Rechtssatz
In dem nicht allgemein durch Gesetz geregelten, sondern durch Gewohnheit entstandenen Treuhandrecht gilt das Surrogationsprinzip. Danach fällt alles, was am Treugut zuwächst oder an dessen Stelle tritt ( zB der Treffer des gezogenen Loses ), dem Treugeber zu. Dies gilt auch für ein allein aus dem treuhändig verwalteten Pachtrecht an Grundstücken wenn auch erst nachträglich entstandenes Anwartschaftsrecht auf Einräumung des Eigentums.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 519/76
Entscheidungstext OGH 01.04.1976 7 Ob 519/76
Veröff: SZ 49/49 = JBl 1976,588 = NZ 1978,10
- 2 Ob 539/77
Entscheidungstext OGH 22.09.1977 2 Ob 539/77
nur: In dem nicht allgemein durch Gesetz geregelten, sondern durch
Gewohnheit entstandenen Treuhandrecht gilt das Surrogationsprinzip.
Danach fällt alles, was am Treugut zuwächst oder an dessen Stelle
tritt ( zB der Treffer des gezogenen Loses ), dem Treugeber zu. (T1)
- 8 Ob 565/87
Entscheidungstext OGH 23.06.1988 8 Ob 565/87
auch; nur T1
Beisatz: Hier: Zum Treugut gehört alle was der
Treuhänder - sei es im eigenen Namen oder in seiner Stellung als
vertretungsbefugtes Organ von zum Treugut gehörigen Gesellschaften -
im Laufe der Zeit von Dritten auf seinen Namen oder für Bestandteile
des Treugutes erworben hat. (T2)
Anm: Veröff: RdW 1988,384 = GesRZ 1988,229 = SZ
61/153
- 8 Ob 536/89
Entscheidungstext OGH 23.02.1989 8 Ob 536/89
Ähnlich; nur T1; Beisatz: Hier: Die Erträgnisse des Treugutes stellen
mangels anderweitiger Vereinbarungen grundsätzlich ebenfalls Treugut
dar und teilen daher dessen rechtliches Schicksal. (T3); Veröff: SZ 62/30
- 6 Ob 248/03v
Entscheidungstext OGH 11.12.2003 6 Ob 248/03v
Vgl; Veröff: SZ 2003/160
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0008921
Zuletzt aktualisiert am
22.03.2024
Dokumentnummer
JJR_19760401_OGH0002_0070OB00519_7600000_001