Rechtssatz RS0009449
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0009449
Entscheidungsdatum
22.06.2012
Rechtssatz
Die Beurteilung von Art und Ausmaß der ehelichen Beistandspflichten hat nach den Grundsätzen der Zumutbarkeit und der sachlichen Rechtfertigung zu erfolgen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 646/82
Entscheidungstext OGH 15.09.1982 1 Ob 646/82
- 3 Ob 555/85
Entscheidungstext OGH 02.10.1985 3 Ob 555/85
Vgl auch; Beisatz: Der Ehegatte kann keinen Beistand fordern, der dem anderen Ehegatten auf Grund diesen treffenden sonstiger Pflichten persönlich nicht zugemutet werden kann (hier: Verletzung des Konkurrenzverbotes). (T1); Veröff: RdW 1986,42 = GesRZ 1987,101
- 1 Ob 524/87
Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 524/87
Vgl auch;
- 8 Ob 663/87
Entscheidungstext OGH 25.11.1987 8 Ob 663/87
Beisatz: Die Mitarbeit muss persönlich zumutbar und nach Lebensverhältnissen üblich sein wie z.B. bei Bauern, Kleingewerbetreibenden, aber auch Beschäftigten " freier " Berufe. (T2)
- 10 ObS 257/91
Entscheidungstext OGH 17.12.1991 10 ObS 257/91
Auch; Veröff: SZ 64/181 = JBl 1992,403 = SSV-NF 5/138
- 6 Ob 76/12p
Entscheidungstext OGH 22.06.2012 6 Ob 76/12p
Beisatz: Zwischen Ehegatten wird die Pflege des erkrankten Ehegatten als von der Beistandspflicht des § 90 Abs 1 ABGB erfasst angesehen. Erbringt ein Angehöriger aber Pflegeleistungen, die weit über dasjenige hinausgehen, was üblicherweise in Wahrnehmung einer besonderen Beistandspflicht zu leisten ist, hat er Anspruch auf deren finanzielle Abgeltung. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0009449
Zuletzt aktualisiert am
01.08.2012
Dokumentnummer
JJR_19820915_OGH0002_0010OB00646_8200000_002