Rechtssatz RS0009648
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0009648
Entscheidungsdatum
30.10.2008
Rechtssatz
Die Vermutung der Ehelichkeit kann nur durch eine gerichtliche Entscheidung in einem Ehelichkeitsbestreitungsverfahren auf Grund einer Klage des Ehemannes der Mutter (§ 156 ABGB) oder des Staatsanwaltes (§ 158 ABGB) oder - nach dem Tod des Kindes - auf Antrag des Staatsanwaltes durch einen - im Außerstreitverfahren zu stellenden - Antrag auf Feststellung der Unehelichkeit (§ 159 Abs 2 ABGB) widerlegt werden und darf nicht als Vorfrage in einem anderen behördlichen Verfahren selbstständig beurteilt werden.Die Vermutung der Ehelichkeit kann nur durch eine gerichtliche Entscheidung in einem Ehelichkeitsbestreitungsverfahren auf Grund einer Klage des Ehemannes der Mutter (Paragraph 156, ABGB) oder des Staatsanwaltes (Paragraph 158, ABGB) oder - nach dem Tod des Kindes - auf Antrag des Staatsanwaltes durch einen - im Außerstreitverfahren zu stellenden - Antrag auf Feststellung der Unehelichkeit (Paragraph 159, Absatz 2, ABGB) widerlegt werden und darf nicht als Vorfrage in einem anderen behördlichen Verfahren selbstständig beurteilt werden.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 537/92
Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 537/92
Veröff: SZ 65/100
- 5 Ob 557/93
Entscheidungstext OGH 21.12.1993 5 Ob 557/93
- 9 Ob 135/99i
Entscheidungstext OGH 16.06.1999 9 Ob 135/99i
- 6 Ob 52/05y
Entscheidungstext OGH 21.04.2005 6 Ob 52/05y
- 9 Ob 31/07k
Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 Ob 31/07k
Beisatz: Einhellige Rechtsprechung zu § 138 ABGB idF vor dem FamErbRÄG 2004. (T1)
- 2 Ob 174/08i
Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 174/08i
nur: Die Vermutung der Ehelichkeit kann nur durch eine gerichtliche Entscheidung in einem Ehelichkeitsbestreitungsverfahren auf Grund einer Klage widerlegt werden. (T2); Beis wie T1; Veröff: SZ 2008/159
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0009648
Zuletzt aktualisiert am
26.11.2012
Dokumentnummer
JJR_19920707_OGH0002_0040OB00537_9200000_001