Rechtssatz RS0011917
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0011917
Entscheidungsdatum
23.06.2021
Rechtssatz
Der Fruchtnießer darf keine Veränderung vornehmen, welche das Wesen der dienstbaren Sache umgestalten. Er darf insbesondere ihre wirtschaftliche Zweckbestimmung und daher auch die Bewirtschaftungsart liegender Gründe nicht verändern und muss auf Verlangen des Eigentümers in einem solchen Fall den früheren Zustand wiederherstellen.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 569/78
Entscheidungstext OGH 09.05.1978 5 Ob 569/78
- 1 Ob 712/86
Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 712/86
Auch; JBl 1987,376 = SZ 60/28
- 1 Ob 502/88
Entscheidungstext OGH 20.01.1988 1 Ob 502/88
JBl 1989,103 = SZ 61/9
- 1 Ob 302/97m
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 302/97m
Vgl auch; Beisatz: Zu einer Rodung, die eine Widmungsänderung bedeutet, ist der Fruchtnießer nicht berechtigt. Auch eine über den Zuwachs hinausgehende Nutzung würde gegen das Gebot der Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung (§§ 12 f und §§ 80 ff ForstG 1975) verstoßen. (T1) Veröff: SZ 71/30
- 1 Ob 93/00h
Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 93/00h
Vgl auch; Beisatz: Rodung stellt stets eine Widmungsänderung dar. (T2)
- 7 Ob 142/02m
Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 142/02m
Vgl; Beisatz: Der Fruchtnießer hat als bloßer Rechtsbesitzer die Substanz zu schonen, er soll daher Zweckbestimmung oder Bewirtschaftungsart der dienenden Sache nicht ändern. (T3)
- 10 Ob 85/11i
Entscheidungstext OGH 06.12.2011 10 Ob 85/11i
Auch
- 6 Ob 54/21s
Entscheidungstext OGH 23.06.2021 6 Ob 54/21s
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0011917
Zuletzt aktualisiert am
24.08.2021
Dokumentnummer
JJR_19780509_OGH0002_0050OB00569_7800000_001