Rechtssatz RS0012797
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0012797
Entscheidungsdatum
18.11.2025
Rechtssatz
Wer sich auf ein in Verlust geratenes Testament beruft, muss nicht nur dessen Inhalt nachweisen, sondern auch den Umstand, dass der Verlust oder die Vernichtung des Testaments auf einem Zufall beruht und nicht auf den Willen des Erblassers zurückzuführen ist.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 732/82
Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 732/82
Veröff: EvBl 1983/62 S 239
- 5 Ob 545/86
Entscheidungstext OGH 08.07.1986 5 Ob 545/86
Auch
- 2 Ob 290/97d
Entscheidungstext OGH 26.02.1998 2 Ob 290/97d
Vgl auch
- 2 Ob 130/99b
Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 130/99b
Auch; Veröff: SZ 72/87
- 6 Ob 195/03z
Entscheidungstext OGH 02.10.2003 6 Ob 195/03z
Beisatz: Der Grundsatz wurde in streitigen Verfahren über Erbrechtsklagen bzw Erbschaftsstreitigkeiten entwickelt und auch bei der Verteilung der Klägerrolle nach § 125 AußStrG für die Beurteilung des schwächeren Erbrechtstitels herangezogen. (T1)
- 2 Ob 19/19m
Entscheidungstext OGH 25.07.2019 2 Ob 19/19m
Beisatz: Hier: Verfahren über das Erbrecht. (T2); Veröff: SZ 2019/71
- 2 Ob 187/25a
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.11.2025 2 Ob 187/25a
Beisatz: Hier: Die Rechtsansicht des Rekursgerichts, wonach im Fall der von der Erblasserin verlangten Rückstellung des zunächst dem eingesetzten Erben übergebenen und später nicht mehr auffindbaren Originaltestaments ein typischer, in Richtung eines Zufalls deutender Erfahrungszusammenhang fehle, ist nicht korrekturbedürftig. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0012797
Zuletzt aktualisiert am
12.02.2026
Dokumentnummer
JJR_19830127_OGH0002_0070OB00732_8200000_001