Rechtssatz RS0015027
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0015027
Entscheidungsdatum
22.11.2022
Rechtssatz
Actio negatoria und actio confessoria begründen gegenseitig nicht Streitanhängigkeit.
Anmerkung
Vgl nunmehr gegenteilig RS0013459.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 25/50
Entscheidungstext OGH 12.07.1950 2 Ob 25/50
Veröff: SZ 23/225
- 6 Ob 601/95
Entscheidungstext OGH 11.01.1996 6 Ob 601/95
- 1 Ob 60/97y
Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 60/97y
Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Die Grundsätze der Entscheidungsharmonie und Rechtssicherheit haben durch die Art 21 Abs 1 und Art 22 Abs 3 LGVÜ neue und überragende Bedeutung erlangt. Allein der Umstand, daß einerseits eine actio confessoria und andererseits eine actio negatoria eingebracht wurden, rechtfertigt nicht die Zulassung dieser beiden Klagen nebeneinander und damit das Verneinen von Streitanhängigkeit. (T1)
- 5 Ob 216/98w
Entscheidungstext OGH 29.09.1998 5 Ob 216/98w
Auch; Beisatz: Es ist jedoch anerkannt, dass jede erfolgreiche Klage (bei gleichbleibendem Sachverhalt) Rechtskrafterwirkung unter den Parteien auch in umgekehrter Richtung äußert. (T2)
Veröff: SZ 70/261
- 1 Ob 55/99s
Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 55/99s
Gegenteilig; Beisatz: Zwischen positiver und negativer Feststellungsklage besteht Identität der Ansprüche. (T3)
- 3 Ob 107/99b
Entscheidungstext OGH 14.07.1999 3 Ob 107/99b
Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T3
- 3 Ob 36/99m
Entscheidungstext OGH 28.10.1999 3 Ob 36/99m
Beis wie T3
- 1 Ob 158/99p
Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 158/99p
Vgl aber; Beis wie T3
- 1 Ob 281/01g
Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 281/01g
Gegenteilig; Beis wie T3
- 1 Ob 227/22x
Entscheidungstext OGH 22.11.2022 1 Ob 227/22x
Gegenteilig; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Auslegung der Begehren im Zusammenhang mit dem Klagevorbringen ergibt Identität der Ansprüche. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0015027
Zuletzt aktualisiert am
13.02.2023
Dokumentnummer
JJR_19500712_OGH0002_0020OB00025_5000000_003