Rechtssatz RS0016249
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016249
Entscheidungsdatum
18.09.2007
Norm
ABGB §871 F
MRG §37 Abs1 Z8
WEG 1975 idF 3. WÄG §26 Abs1 Z8
WEG 1975 idF 3. WÄG §26 Abs2
Rechtssatz
Über die im Wege der Klage oder Einrede geltend zu machende Irrtumsanfechtung ist grundsätzlich im Rechtsweg zu entscheiden (vgl MietSlg 39/4 mwN; vgl auch NRsp 1991/58). Aber auch dann, wenn der Außerstreitrichter im Rahmen einer Mietzinsüberprüfung gemäß § 37 Abs 1 Z 8 MRG die Vorfrage der Irrtumsanfechtung einer (neuen) Mietzinsvereinbarung (im außerstreitigen Verfahren) klären soll, ist zu fordern, daß die Voraussetzungen des § 871 Abs 1 ABGB konkret dargelegt werden.Über die im Wege der Klage oder Einrede geltend zu machende Irrtumsanfechtung ist grundsätzlich im Rechtsweg zu entscheiden vergleiche MietSlg 39/4 mwN; vergleiche auch NRsp 1991/58). Aber auch dann, wenn der Außerstreitrichter im Rahmen einer Mietzinsüberprüfung gemäß Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 8, MRG die Vorfrage der Irrtumsanfechtung einer (neuen) Mietzinsvereinbarung (im außerstreitigen Verfahren) klären soll, ist zu fordern, daß die Voraussetzungen des Paragraph 871, Absatz eins, ABGB konkret dargelegt werden.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 90/91
Entscheidungstext OGH 17.09.1991 5 Ob 90/91
- 5 Ob 426/97a
Entscheidungstext OGH 11.11.1997 5 Ob 426/97a
Auch
- 5 Ob 93/99h
Entscheidungstext OGH 13.04.1999 5 Ob 93/99h
Auch; nur: Über die im Wege der Klage oder Einrede geltend zu machende Irrtumsanfechtung ist grundsätzlich im Rechtsweg zu entscheiden. (T1); Beisatz: Dieser Rechtsgrundsatz ist auch hinsichtlich einer die Aufteilung der Liegenschaftsaufwendungen betreffenden Vereinbarung der Wohnungseigentümer anzuwenden. (T2)
- 5 Ob 196/07w
Entscheidungstext OGH 18.09.2007 5 Ob 196/07w
Auch; nur T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0016249
Dokumentnummer
JJR_19910917_OGH0002_0050OB00090_9100000_001