Rechtssatz RS0016267
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016267
Geschäftszahl
2Ob678/56; 2Ob120/65; 6Ob235/66; 1Ob151/70; 7Ob656/86; 2Ob527/92; 9Ob312/97s; 9Ob194/98i; 9Ob293/99z; 7Ob111/06h
Entscheidungsdatum
28.03.2007
Rechtssatz
Ein Motivirrtum würde auch nach § 872 ABGB nur dann in Betracht kommen, wenn der Beweggrund oder der Endzweck der Einwilligung gemäß § 901 ABGB ausdrücklich zur Bedingung gemacht worden wäre. Denn nur dann würde der Irrtum im Beweggrund zu einem gemäß § 872 ABGB beachtlichen Irrtum über einen Geschäftspunkt , also zu einem Geschäftsirrtum werden.Ein Motivirrtum würde auch nach Paragraph 872, ABGB nur dann in Betracht kommen, wenn der Beweggrund oder der Endzweck der Einwilligung gemäß Paragraph 901, ABGB ausdrücklich zur Bedingung gemacht worden wäre. Denn nur dann würde der Irrtum im Beweggrund zu einem gemäß Paragraph 872, ABGB beachtlichen Irrtum über einen Geschäftspunkt , also zu einem Geschäftsirrtum werden.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 678/56
Entscheidungstext OGH 13.03.1957 2 Ob 678/56
- 2 Ob 120/65
Entscheidungstext OGH 29.04.1965 2 Ob 120/65
Veröff: RZ 1965,161
- 6 Ob 235/66
Entscheidungstext OGH 28.09.1966 6 Ob 235/66
- 1 Ob 151/70
Entscheidungstext OGH 10.09.1970 1 Ob 151/70
- 7 Ob 656/86
Entscheidungstext OGH 06.11.1986 7 Ob 656/86
Auch
- 2 Ob 527/92
Entscheidungstext OGH 29.10.1992 2 Ob 527/92
- 9 Ob 312/97s
Entscheidungstext OGH 01.10.1997 9 Ob 312/97s
Auch
- 9 Ob 194/98i
Entscheidungstext OGH 19.08.1998 9 Ob 194/98i
- 9 Ob 293/99z
Entscheidungstext OGH 12.01.2000 9 Ob 293/99z
Auch; nur: Ein Motivirrtum würde auch nach § 872 ABGB nur dann in Betracht kommen , wenn der Beweggrund oder der Endzweck der Einwilligung gemäß § 901 ABGB ausdrücklich zur Bedingung gemacht worden wäre. (T1)
- 7 Ob 111/06h
Entscheidungstext OGH 28.03.2007 7 Ob 111/06h
Vgl auch; Beisatz: Die Abgrenzung zwischen dem Wertirrtum, der im Regelfall einen unbeachtlichen Motivirrtum darstellt, und dem Irrtum über die Eigenschaft der Sache, der Geschäftsirrtum ist, kann schwierig sein. Erst durch Vertragsauslegung kann jeweils festgestellt werden, ob der Umstand, über den geirrt wurde, zum Geschäft selbst gehört. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0016267
Dokumentnummer
JJR_19570313_OGH0002_0020OB00678_5600000_001